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Gasthaus "Zwei Linden" im Klosterdorf Dobbertin : Zum Jahreswechsel fast ausgebucht

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Es war ein kurioses Jahr, mit Höhen und Tiefen für das Gasthaus "Zwei Linden" im Klosterdorf Dobbertin. Doch Silvester und Neujahr, das weiß Heike Kessler vom Hotel schon heute, "wird bombastisch!".

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erstellt am 22.Dez.2011 | 12:21 Uhr

"Es war ein kurioses Jahr, mit Höhen und Tiefen", fasst Heike Kessler vom Hotel und Gasthaus "Zwei Linden" im Klosterdorf Dobbertin die Saison 2011 zusammen. Sie als Chefin war durch einen Unfall außer Gefecht gesetzt und musste deshalb etwas hilflos mit ansehen, wie der als normal eingestufte Jahresbeginn im verregneten Sommer abflaute, "obwohl wir dennoch meist ausgebucht waren". Dobbertin sei wegen seiner zentralen Lage für Unternehmungen und durch das ausgewogene Preis-Leistung-Verhältnis ungemein gefragt. "Ab September ging es wieder bergauf."

Am Heiligen Abend gönnt Heike Kessler sich, ihrer Familie und ihrem Team wohlverdiente Ruhe. "Wir haben keine Zimmerbuchungen angenommen." Am ersten Feiertag stehen Gänse-, Ente- und Wildgerichte auf der Speisekarte zum Mittagessen, danach ist erneut geschlossen. Am zweiten Feiertag lockt am Nachmittag ein Preisskat Gäste ins Haus. Silvester und Neujahr, das weiß Heike Kessler schon heute, "wird bombastisch!" Mit einem Komplettangebot für drei Tage hat sie bis nach Hamburg oder Berlin Werbung gemacht. Der Lohn: "Unsere Party zum Jahreswechsel ist ausgebucht."

Die 18 Zimmer im Gutshaus Barkow sind zu Silvester von einer Gruppe komplett für eine private Feier gemietet worden. "Das sind Stammgäste ", freut sich Andreas Hülße als Inhaber. Über die Weihnachtsfeiertage hat er geschlossen, "da hat die Familie Vorrang".

In der Vor- und Nachsaison registrierte Hülße meist Durchreisende mit wenigen Übernachtungen: "In der Hauptsaison blieben die meisten Gäste dann aber länger - manche eine oder zwei Wochen". Die Übernachtungszahlen seien zufriedenstellend, obwohl der diesjährige Saisonstart sich wegen der ungünstigen Lage der Mai-Feiertage bis in den Juni verschoben hatte: "Wir waren 2011 gut ausgelastet." In jüngster Zeit sei auch die Zahl der Gäste aus den neuen Bundesländern gewachsen. Als Mahlzeiten bietet das Barkower Gutshaus nach der Übernachtung nur Frühstück an. Für Mittag- oder Abendessen weiß Hülße seine Besucher bestens beim benachbarten Landgasthof in Barkow aufgehoben , "mit dem wir gut zusammenarbeiten".

Vom Rosenhof im Plauer Stadtteil Quetzin meldet Kerstin Rose (84) ein gutes Jahr. "Wir verzeichneten eine rege Nachfrage und haben für 2012 bereits etliche Reservierungen und Buchungen." An Heiligabend ist der Rosenhof ab 16.30 Uhr geschlossen. Die beiden Weihnachtsfeiertage dagegen kennen keine Schließzeiten und bieten außerdem ein warm-kaltes Büfett. "Für den Jahreswechsel haben sich Gäste angekündigt, die es etwas ruhiger angehen lassen wollen". Am 1. Januar lockt dann ein Neujahrsbrunch.

Beim Ferienhof Hildebrandt in Pastin bei Sternberg hatte die Saison 2011 schon zu Ostern begonnen. Unter den Gästen: Viele Kurzurlauber, die sich mal ein paar freie Tage gönnten - aus Hamburg, Berlin, Rostock. "Hauptsächlich aber kamen Familien mit Kindern, für die ein Reitstall mit 30 Pferden bereitsteht", erzählt Uta Hildebrandt. Oder Gäste von Familienfeiern, wonach anschließend im Ferienhof übernachtet wurde. Über Weihnachten hat er geschlossen, "aber zu Silvester ist unser Partyraum ausgebucht".

Empfangschefin Katarina Grimm vom Landhotel in Spornitz bei Parchim zeigte sich mit ihren Buchungszahlen für 2011 sehr zufrieden. "Wir durften eine gute Resonanz registrieren." Besonders hohen Zuspruch habe Spornitz erfahren, wenn in der Region kulturelle Großveranstaltungen mit vielen Besuchern zu verzeichnen waren, wie beispielsweise bei den Auftritten von Peter Maffey oder David Garrett. Heiligabend gehe es im Landhotel mit Busreisenden aus den Niederlanden eher beschaulich zu. Das Restaurant jedoch ist an beiden Feiertagen mit jeweils 270 Besuchern ausgebucht. Ihnen wird ein Mittagsbüfett und ein Tanzabend mit Live-Musik geboten. Für die Silvestergala sind im Landhotel keine Zimmer mehr zu bekommen.

Das Parchimer Hotel Stadtkrug konnte seine besten Geschäfte bereits im Frühjahr machen. "Insgesamt sind wir in der Auslastung relativ stabil", erklärt Geschäftsführerin Helga Wartenberg. Das Haus, das im Juli bereits zum zweiten Mal seine Drei-Sterne-Kategorie beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) verteidigen konnte, ist seit 70 Jahren am Markt und investiert seit geraumer Zeit weniger in Werbung, dafür aber regelmäßig in die moderne Ausstattung des Hauses. "Man kennt uns, und wer bei uns bucht, tut das ganz gezielt und will Qualität", weiß Helga Wartenberg.

Gut essen lässt es sich gleich nebenan im gleichnamigen Restaurant - allerdings nicht an Heiligabend: "Da gönnen wir uns einen freien Tag", sagt Stadtkrug-Pächter Michael Schroll. An den beiden Feiertagen wird dann die komplette Speisekarte angeboten, mit Schwerpunkt auf Gänse-, Enten-, Wild- und Fischgerichten. Eine Silvesterveranstaltung ist zwar nicht geplant, dafür haben Küche und Service am Jahresende abends dennoch alle Hände voll zu tun: "Unsere Tische sind für zwei Durchgänge komplett ausgebucht."

Eine Überraschung präsentierte der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern: "Westmecklenburg - wozu ja auch der Altkreis Parchim zählt - war bis einschließlich September in diesem Jahr landesweit die Region mit dem stärksten Zuwachs", weiß Verbandssprecher Tobias Woiltendorf. 2011 seien dort bislang fast 1,2 Millionen Übernachtungen gezählt worden, "was einem Plus von 2,7 Prozent entspricht".

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