zur Navigation springen

Spieler des Monats : Ziegenbein stürmt die dritte Liga

vom

Zu Saisonbeginn ausgemustert, nach dem Start an die Küste "geflüchtet" und nun zum Spieler des Monats in der 3. Liga gekürt: Hansa Rostocks Mittelfeldspieler Ziegenbein hat einen Sturmlauf hingelegt.

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2011 | 01:42 Uhr

Der 24-Jährige erhielt bei der Wahl der Internet-Portale dfb.de und fussball.de 47,9 Prozent der rund 91 000 abgegebenen Stimmen und lag damit klar vor Cristian Fiel (38,6) von Dynamo Dresden und Tino Semmer von Rot-Weiß Erfurt (5,3). Vor Ziegenbein war im August in Tobias Jänicke bereits ein weiterer Spieler des Tabellen-Dritten mit dieser Ehrung bedacht worden.

Den wohl wichtigsten Entschluss des Jahres fällte der schussstarke Mittelfeldmann im August und schilderte den so: "An einem Samstag wurde ich angerufen, am Montag habe ich dann schon den Vertrag unterschrieben. Und das war genau die richtige Entscheidung." Ziegenbein war bei Hansas Liga-Rivalen SV Wehen Wiesbaden zuvor aufs Abstellgleis geschoben worden. "Der Trainer hatte keine Verwendung mehr für mich", beschrieb der Blondschopf die für ihn unbefriedigende Situation nach 58 Spielen (11 Tore) im Trikot der Hessen.

Zum Glück für Hansa. Der gebürtige Bayer kam, sah und spielte sich auf Anhieb in die erste Elf und in die Herzen der Zuschauer, die ihn mittlerweile zu einem ihrer Lieblinge erkoren haben. Auch und vor allem dank seiner spektakulären Tore. Sieben sind es schon geworden - mehr schoss kein Hansa-Profi. Und es sollen noch weit mehr werden nach dem Erfolgsrezept: "Ich versuche, mich immer darauf zu konzentrieren, wo ich den Ball hinhaben will."

Das ist ganz im Sinne der sportlichen Chefetage, denen mit Ziegenbeins Blitzverpflichtung ein Volltreffer gelungen ist. "Björn bringt alles mit, was sich ein Trainer wünscht. Er ist torgefährlich, schnell, zweikampfstark, hat eine gute Flanke und ist obendrein noch ein Supertyp", lobt Trainer Peter Vollmann seinen flinken Außen, der sich prima mit Tobias Jänicke ergänzt. "Er passt klasse in die Mannschaft", bestätigt Manager Stefan Beinlich.

Und Ziegenbein bleibt auf dem Teppich, was nach seiner durchaus wechselvollen Karriere einen ganz natürlichen Hintergrund hat. Von verfrühter Aufstiegs-Euphorie will er nichts wissen und warnt die Frühjubler: "Diese Liga ist unberechenbar. Es ist leichter, oben runterzufallen, als hochzukommen", beschrieb er seine Erfahrungen. Und die gelten erst recht nach dem 0:2-Ausrutscher vom Samstag gegen die Zweite von Bayern München und vor der Rückkehr an die einstige Wirkungsstätte nach Wehen Wiesbaden am kommenden Sonntag.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen