Zauber der alten Strecke des Kaisers

Zumindest einmal im Jahr schlägt auf der alten Bahnstrecke zwischen Hagenow und Zarrentin die Stunde der Eisenbahnfreunde. Erstmals wurde nun in zwei Städten gefeiert.

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19. Mai 2008, 07:33 Uhr

Zarrentin/Wittenburg - Großen Bahnhof, den gab es kürzlich gleich zweimal, erst in der Frühe in Zarrentin und schließlich zwei Stunden später in Wittenburg. Mit viel Politprominenz, aber auch etlichen Gästen und Neugierigen wurde der alten Eisenbahnlinie gedacht, auf der es seit Jahren keinen Linienverkehr mehr gibt. Zumindest am letzten Wochenende war das anders, hatten die Organisatoren vom Verein „Schaalseeexpress“ mit ihren Schienenbussen einen Linienverkehr aufgezogen, der rege genutzt wurde.

Dazu gab es in beiden Städten Draisinenfahrten, die beiden Sonderzüge aus Lüneburg und Lübeck, etliche Stände, die nicht nur Essen und Trinken anboten. Und es gab die Premiere, dass bei der vierten Auflage des Bahnhofsfestes sich auch die Stadt Wittenburg groß in das Fest einklinkte. Auch wenn das Treiben in Wittenburg mehr an einen Rummel erinnerte, Interesse und Zuspruch waren groß.

Das galt auch für die Bahnhofsgebäude in beiden Städten, die von vielen besichtigt wurden und nicht wenige erinnerten sich an die glanzvollen Zeiten der alten Kaiserbahn. Diesen Namen bekam die Nebenstrecke, weil der Weg über Wittenburg und Zarrentin für Wilhelm I. der kürzeste von Berlin nach Kiel zu seiner geliebten Flotte war. Kai Strathmann, als Chef der Westmecklenburgischen Eisenbahngesellschaft maßgeblicher Mann im Hintergrund, war gestern mit Ablauf und Zuspruch zufrieden: „Wir haben rund 1000 Fahrkarten verkauft.“ Ihm schwebt für die Zukunft ein Streckenfest vor, in das auch Hagenow einbezogen wird.

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