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23. September 2017 | 07:50 Uhr

Zarrentin: Rohre für Ostsee-Pipeline

vom

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2010 | 05:49 Uhr

Zarrentin | Das Verlade-Team ist eingespielt. Die mit langen Seilen gesicherten schwarzen Rohre hebt ein Kran von den Güterwagen auf die Lastkraftwagen. Jeden Morgen zwischen 6 und 7 Uhr rollt noch bis Anfang November ein Güterzug mit den Rohren für die zukünftige Gas-Pipeline vom Bahnhof Hagenow-Land über Wittenburg nach Zarrentin, nachmittags geht es leer zurück. Auf dem Güterbahnhof der Schaalseestadt befindet sich gegenwärtig die Verladerampe, von dort erfolgt der Weitertransport zunächst zu einem Lagerplatz bei Bickhusen. Mit diesen Transporten wird die landseitige Verlegung der Ostsee-Pipeline von Lubmin nach Hamburg vorbereitet, die u.a. über Gammelin, Kützin, Tessin/Boizenburg und Horst den Bereich unseres Landkreises queren soll.

Seit Anfang Oktober rollen die Güterzüge von Hagenow-Land nach Zarrentin. Das wird nach den Worten des Streckenbetreibers und Geschäftsführers, der TME-GmbH, Torsten Meincke, noch bis Anfang November so bleiben. Danach werde überlegt, so Meincke, wie mit der Entladung in Wittenburg verfahren werde. Der Transport der Rohre durch die Innenstädte ist nicht unumstritten. Seit Anfang Oktober gab es Proteste bei den Anwohner in Zarrentin, auch in der Wittenburger Stadtvertretung regt sich Widerstand gegen die zu erwartende Fahrten der mit den Rohren beladenen Lastkraftwagen. Der Wittenburger Bauamtsleiter Jürgen Gohr rechnet im Gespräch mit SVZ mit vorgesehenen 1500 Fahrten rein in die Stadt, und mit ebenso vielen Fahrten wieder raus, und das durch dicht besiedelte Wohngebiete. Diese Situation war nach seinen Worten im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens so nicht bekannt. Zudem sei die Situation in Wittenburg anders als in Zarrentin, wo sich der Bahnhof fast am Ortsrand befindet. Es gebe in Wittenburg von Seiten der Stadt Bestrebungen, den Anteil der Ladungen auf ein Minimum zu reduzieren. Hierzu sind in den kommenden Tagen Gespräche mit dem Planungsverband vorgesehen. Zudem suche die Kommune eine dauerhafte Lösung für eine Bahnquerung im Bereich Raiffeisen/Winterwelt, um Probleme dieser Art dauerhaft auszuschließen.

"Voraussichtlich ab 2. November werden wir die Ladung dann bis Wittenburg fahren und dort entladen. Den neuen Fahrplan dafür bekomme ich in einer Woche", sagte gestern Torsten Meincke, der für das Durchführen der Zugfahrten auf der Trasse zuständig ist.

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