Bützow: Verwaltung denkt über Stellplatz nach : Wohnmobile im Hafen

Kein Aushängeschild für Bützow: Der marode Stadtplan am Markt. Gert Steinhagen
Kein Aushängeschild für Bützow: Der marode Stadtplan am Markt. Gert Steinhagen

Im Zuge der geplanten Umgestaltung des Hafens denkt sie Stadt jetzt offenbar über weitere Nutzungen nach. Im Gespräch ist ein Stellplatz für mehrere Wohnmobile.

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10. Oktober 2011, 11:39 Uhr

Im Zuge der geplanten Umgestaltung des Hafens denkt sie Stadt jetzt offenbar über weitere Nutzungen nach. Im Gespräch ist ein Stellplatz für mehrere Wohnmobile. "Caravan-Urlauber wollen nicht auf Campingplätze", sagte die Chefin der Touristinformation, Karin Schneider. "Sie suchen innerstädtische Stellplätze mit entsprechenden Serviceeinrichtungen." Der Hafen würde sich dafür anbieten. Denn sanitäre Anlagen sind vorhanden, Strom und Wasser auch. "Wir brauchten nur noch eine Entsorgungsmöglichkeit für die Chemietoiletten", so Karin Schneider. "Dafür müsste ein Tank installiert werden." Der Tourismusausschuss der Stadtvertretung, dem sie ihre Vorstellungen vortrug, nahm die Pläne positiv auf. Denn Wohnmobil-Urlauber bringen Geld in die Stadt. "Das sind Besucher, die auch Umsatz machen."

Für die Betreuung des Caravanstellplatzes würde sich das Eiscafé an der Warnowbrücke anbieten. "Die Platzzuweisung und das Kassieren könnten die Mitarbeiter erledigen", sagte Karin Schneider. "Und so mancher Gast würde auch gleich noch den einen oder anderen Eisbecher verzehren."

Ladestation für Elektrofahrräder

Ein solches Angebot könnte auch gleich noch ausgeweitet werden. "Elek trofahrräder werden immer beliebter", weiß die Tourismusmanagerin. "Im Hafen könnte gleich noch eine Ladestation für die so genannten Pedelecs installiert werden." Und dazu noch Fahrradschließfächer, damit Radtouristen ihre Sachen bei einem Stadtrundgang sicher unterbringen können. Solche Schließfächer sollten auch auf dem Schlossplatz aufgebaut werden. "Und in der Innenstadt fehlen Fahrradständer", so Karin Schneider. "Da müssten auch noch einige installiert werden."

Der Tourismusausschuss befürwortete diese Überlegungen sehr. Zumal der Radfernwanderweg Kopenhagen-Berlin durch Bützow verläuft und gut befahren wird, hieß es.

Kaum Interesse an Touristeninformation

Auf Unverständnis traf bei den Ausschussmitgliedern dagegen das mangelnde Interesse der Bützower Gewerbetreibenden auf eine bessere Vermarktung der Stadt durch gute Information. Der inzwischen kaum noch lesbare Stadtplan auf dem Markt muss dringend erneuert werden. Das steht auch im ersten Entwurf des Tourismuskonzeptes, das die Stadtverwaltung erarbeitet hat. Nr ist die Finanzierung schwierig. "Wir brauchen 2000 Euro dafür", erläuterte Karin Schneider. "Ich hatte die Vorstellung, dass wir das Geld durch Sponsoren aufbringen können." Deshalb hat sie alle relevanten Unternehmen angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Nur 100 Euro pro Firma hätten die Finanzierung sicher gestellt. "Aber nur zwei (!) Betriebe haben bisher Geld zugesagt", zeigte sich die Tourismusexpertin enttäuscht. "Dieses geringe Interesse habe ich mir im Vorfeld nicht vorstellen können."

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