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Landkreis Güstrow : Wohngeld um das Doppelte gestiegen

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Wegen der gestiegenen Energiekosten waren 2009 in Güstrow noch mehr Menschen auf staatliche Unterstützung angewiesen. 2737 Haushalte bezogen Wohngeld; 30,3% mehr als im Vorjahr.

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erstellt am 04.Jan.2011 | 10:55 Uhr

Das gab das Statistische Landesamt jetzt bekannt. Zum 1. Januar 2009 hatte es eine Reform des Wohngeldgesetzes gegeben, in der erstmals die Heizkosten berücksichtigt worden sind. Dadurch stieg die Zahl der berechtigten Haushalte extrem an.

Mit dem Wohngeld unterstützt der Staat diejenigen, deren Einkommen nicht ausreicht, um angemessen wohnen zu können. Gleichgültig, ob sie Miete zahlen oder ein eigenes Haus besitzen.

Alle Städte und Kreise Mecklenburg-Vorpommerns zusammengerechnet gab es zum Stichtag 31. Dezember 2009 39 019 Empfänger-Haushalte von Wohngeld und damit rund 10 900 oder 38,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Alleinstehende (25 342 oder rund 65 Prozent) erhielten 2009 Leistungen nach dem Wohngeldgesetz. Diese 39 019 Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern entsprechen 4,5 Prozent aller Haushalte. Das ist bundesweit der höchste Wert. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 2,1 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern hat damit seine traurige Spitzenposition im Ländervergleich gehalten. In Bayern, dem Land mit der niedrigsten Quote, benötigten lediglich 1,4 Prozent der Haushalte Unterstützung, um ihre Miete zahlen zu können.

Von den hiesigen 2737 Empfängern bekamen - wie im ganzen Land - die meisten Geld für die Miete: insgesamt 2356 (86,1 Prozent). Einen Lastenzuschuss erhielten 381 Haushalte.

Landesweit zahlte die öffentliche Hand 2009 rund 58,8 Millionen Euro Wohngeld aus (Vorjahr: 25,1 Millionen). Die Summe hat sich wie auch bundesweit mehr als verdoppelt. Im Kreis Güstrow wurden 2009 rund 4,15 Millionen Euro an Wohngeld gewährt. Im Jahr zuvor waren es 1,78 Millionen

Aus der Wohngeldstatistik herausgefallen sind seit Januar 2005 wegen der gesetzlichen Neuregelungen der Hartz-IV-Gesetze u.a. die Empfänger von Arbeitslosengeld II. Deren Unterkunftskosten werden seitdem in den Sozialleistungen berücksichtigt. Ende 2004, unmittelbar vor Hartz IV, bezogen im Land noch 139 652 Haushalte Wohngeld. Im Kreis Güstrow waren es damals 8991 Haushalte.

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