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Gadebusch: Bau einer zusätzlichen Wasserleitung : Wohin mit dem Regenwasser?

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Überschwemmte Straßen, überflutete Keller, voll gelaufene Badewannen - all das könnte in der Johannes-Stelling-Straße Gadebusch bald der Vergangenheit angehören.

svz.de von
erstellt am 08.Jul.2011 | 08:43 Uhr

Gadebusch | Überschwemmte Straßen, überflutete Keller, voll gelaufene Badewannen - all das könnte in der Johannes-Stelling-Straße Gadebusch bald der Vergangenheit angehören. Denn diese brenzlige Sache wird nicht nur am kommenden Montag, 11. Juli, auf der Tagesordnung des Bau- und Hauptausschusses stehen, sondern auch am 18. Juli in der Sitzung der Stadtvertreter behandelt. Immer wieder verwandelt sich die Stelling-Straße bei Starkregen in einen reißenden Fluss - darüber beklagen sich seit Jahren Anwohner und monieren, dass die Stadt nichts dagegen unternehme. Jetzt will die Stadt den Worten Taten folgen lassen. "Eine zusätzliche Regenwasserleitung in der Johannes-Stelling-Straße soll gebaut werden", sagt Bürgermeister Ulrich Howest auf SVZ-Anfrage.

Bereits nach dem Hochwasser Anfang Juni hatte Bauamtsleiterin Rommy Elßner gesagt, dass schnellstmöglich etwas getan werden müsse (wir berichteten). Sie habe noch in diesem Sommer mit dem Bau der neuen Regenwasserleitung in der Stelling-Straße beginnen wollen. Doch so einfach ist es nicht, denn zunächst müssen der Bau- und Hauptausschuss darüber befinden, bevor die Stadtvertreter einen Beschluss fassen können. Derzeit liegt in der Stelling-Straße eine 300er Leitung - nach Aussage des Bauamtes Gadebusch. Der Haken daran ist, dass auch das Regenwasser aus der Jarmstorfer Straße in den Kanal der Stelling-Straße geleitet wird, um von dort in die Radegast geleitet zu werden. "Das Problem bei der ganzen Geschichte ist nicht nur das Regenwasser aus der Jarmstorfer Straße, sondern auch das Gefälle der Straße. Die Fließgeschwindigkeit des Regens war einfach zu hoch, so dass das Wasser über die Gullideckel nur so hinwegfloss", sagt Gadebuschs Bürgermeister Howest.

Nicht nur die Umsetzung der Sanierung könnte problematisch werden, sondern auch die Finanzierung. Denn eine zusätzliche Regenwasserleitung in der Stelling-Straße würde die Stadt zirka 200 000 Euro kosten. "Angedacht war es, die Regenwasserleitung noch in diesem Jahr zu bauen", sagt der Bürgermeister. Wenn die Sanierung aber über den Nachtragshaushalt läuft, wird es in diesem Jahr ganz sicher nichts mehr mit der neuen Leitung. Schwierig könnte es dann noch einmal werden, wenn die Stadtvertreter gegen den Beschluss stimmen. "Dann wird es in diesem Jahr auch nichts mehr", so Howest. Und auch wenn die Kommunalpolitiker dafür stimmen sollten, könnte es knapp werden, sagt Ulrich Howest. Schließlich bräuchte die Planung und die anschließende Ausschreibung ein bisschen Zeit. Und dann beginnt bereits der Herbst und der Winter. "Dann kann es schon Frost geben", so der Bürgermeister, der aber darauf hinweist, dass die Stadt alles versucht, noch in diesem Jahr damit anzufangen. Doch die Entscheidung trifft die Stadtvertretung am 18. Juli.


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