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Tipp-Kick registriert verstärkte Nachfrage : WM kurbelt Geschäft an

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Die Frauenfußball-WM sorgt nicht nur an den Fernsehschirmen und auf den Fanmeilen für Begeisterung, sondern ganz besonders auch im Schwarzwald.

svz.de von
erstellt am 08.Jul.2011 | 01:05 Uhr

Die Frauenfußball-WM sorgt nicht nur an den Fernsehschirmen und auf den Fanmeilen für Begeisterung, sondern ganz besonders auch im Schwarzwald. Dort, in der Stadt Villingen-Schwenningen, sitzt der Spielwarenhersteller Tipp-Kick, und der registriert eine verstärkte Nachfrage nach Spielen und Spielfiguren. "Dies liegt auch daran, dass wir seit einigen Monaten weibliche Tipp-Kick-Figuren anbieten", sagt Geschäftsführer Mathias Mieg. Diese machten derzeit etwa 20 bis 30 Prozent des Verkaufs aus. Das Geschäft vor der Frauen-WM habe später angezogen als dies bei Männer-Weltmeisterschaften der Fall sei. Mittlerweile gebe es aber eine große Nachfrage nach dem Spiel, bei dem kleine Zink-Männchen mit einem Knopf auf dem Kopf auf einem Miniatur-Spielfeld gegeneinander antreten. Wird der Knopf gedrückt, bewegt sich das Bein und tritt gegen den Ball. Das Familienunternehmen Edward Mieg hat seit 1924 die alleinigen Rechte an dem populären Spiel.

In gewöhnlichen Jahren verkaufe das Unternehmen zwischen 40 000 und 50 000 Spiele, sagt der 49 Jahre alte Mieg. Dies Jahr peile man aufgrund der Frauen-WM die 60 000-er Marke an. In Jahren mit Männer-WM gingen sogar 70 000 bis 80 000 Spiele über den Ladentisch. "Die WM 2006 in Deutschland war mit 200 000 verkauften Spielen in jeder Hinsicht eine Ausnahme", sagt Mieg. Der Jahresumsatz des zwölf Mitarbeiter zählenden Unternehmens betrage 1,5 Millionen Euro. Die Spiele seien vor allem im deutschsprachigen Raum beliebt, jedoch steigere sich das Interesse nun auch in Italien und Frankreich deutlich.

Die weibliche Tipp-Kick-Figur sei als Frau erkennbar, aber das Sportliche stehe bei ihr im Vordergrund, so dass sie nicht zu weiblich gestaltet sei, erklärt Mieg. Das stößt nicht überall auf Begeisterung. "Die Figur hat zwar lange Haare, aber sonst zu wenig weibliche Attribute", sagt die mehrfache Deutsche Tipp-Kick-Meisterin Birgit Kirschner. "Etwas mehr Oberweite und ein schmaleres Becken wären noch besser gewesen."

Zur WM gibt es diese Figuren nicht nur im Trikot der Nationalmannschaft, sondern alle 16 Teilnehmer sind vertreten. Selbst von der Nationalmannschaft Äquatorialguineas wurden 50 Kickerinnen handbemalt.

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