Chatten, spielen und Videos anschauen auf MyFriends-Tub : Wittenberger gründen Netzwerk

netzwerk.jpg

Knapp 80 Prozent aller Deutschen unter 30 Jahren, die sich im Internet bewegen, sind Mitglied in sozialen Netzwerken. Das haben nun auch zwei Wittenberger für sich entdeckt und betreiben ein eigenes Netzwerk.

von
03. Februar 2011, 11:01 Uhr

Knapp 80 Prozent aller Deutschen unter 30 Jahren – so jüngste Umfragen-, die sich im Internet bewegen, sind auch Mitglied in so genannten sozialen Netzwerken. Sei es Schüler/Studi-VZ oder das Pendant Facebook und andere communities – die Branche boomt.

Das haben nun auch zwei Wittenberger für sich entdeckt und betreiben seit Mai 2010 ein eigenes Netzwerk – MyFriends-Tube. Das Besondere: Die Plattform, auf der bereits zirka 160 Schüler aus der Prignitz registriert sind, bündelt verschiedene Funktionen. „Wir wollten etwas Neues schaffen, etwas, das es auf dem Markt so noch nicht gibt“, begründet Martin Seibert, Kopf und Gründer der Online-Community. Jeder, der sich auf der Plattform kostenlos anmeldt , hat Zugriff auf Videoportale, Radioprogramme, Spiele und gar einen Downloadbereich. Vorbei seien die Zeiten, in denen sich User auf verschiedenen Seiten anmelden mussten, um unterschiedliche Funktionen bedienen zu können. „Die Videoportale YouTube und MyVideo sind zum Beispiel unsere Partner“, erklärt Sascha Thurmann. Der 21-Jährige ist der Stellvertreter und berät seinen 19-jährigen Kumpel.

Von der Programmierung bis zum Marketing

Irgendwann einmal erfolgreich das soziale Netzwerk zu betreiben – das haben sich Martin und Sascha auf die Fahnen geschrieben. Fördermittel sind bereits beantragt, denn Hunderte von Euros stecken bereits in dem Projekt. „Wir hoffen, dass wir eines Tages einen Verein und später ein Unternehmen gründen können“, sagt Gründer Martin, der seit dem 10. Lebensjahr chattet. Die nonverbale Kommunikation im Internet legte übrigens den Grundstein für den Traum, den die beiden Jungs heute träumen. Martin erzählt, wieso: „Ich habe eine community als Vorbild, aber auf der Plattform sind mir einige Dinge aufgefallen, die ich besser machen wollte.“ Und so brachte er sich, während er eine Ausbildung zum Sozialassistenten begann, alles selbst bei. Vom Programmieren bis hin zu allem, was Datenschutzbestimmungen, Vermarktung und ein gutes Konzept betrifft.

Sie wollen vor allem Schüler ab zehn Jahren und Jugendliche ins Netzwerk einladen. Inzwischen sind aber auch deren Eltern angemeldet, die sehen wollen, was ihre Kinder bei MyFriends-Tube so treiben. „Das können wir verstehen, gehen aber auch rigoros gegen jene vor, die sich nicht an die AGB halten“, beschwichtigen die beiden, die seit der ersten Klasse beste Freunde geblieben sind. Ihre Arbeit mit Jugendlichen spiegelt sich auch in dem wieder, womit sie ihr Geld verdienen wollen, solange MyFriends-Tube nur ein Hobby ist. Beide streben eine Ausbildung zum Erzieher an, um auch künftig mit Jugendlichen zu arbeiten. Um zu zeigen, dass sie es ihnen ernst ist, halten sie Vorträge zum Thema „Sicher im Internet unterwegs“, weisen junge Leute auf Gefahren hin und informieren über den richtigen Umgang in sozialen Netzwerken. „Wir wollen künftig verstärkt in die Schulen gehen“, sagt Sascha. Gleichzeitig, so sagen sie, preisen sie natürlich ihr eigenes Portal an. Das soll nicht nur sicher sein – Daten werden nicht an Dritte weitergegeben – sondern bietet Mitgliedern auch die Möglichkeit, die Plattform selbst aktiv mitzugestalten. Wer Interesse hat, findet MyFriends-Tube im Internet unter: www.mft-community.deKatarina Sass

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen