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Nordwestmecklenburg : Wirtschaftsförderungsgesellschaft als Problem

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Und wieder einmal muss der Landkreis NWM als Hauptgesellschafter für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft in die Bresche springen. Eine halbe Million Euro Kredit übernimmt der Landkreis, damit die Gesellschaft nicht pleite geht.

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erstellt am 26.Apr.2011 | 11:04 Uhr

Und wieder einmal muss der Landkreis Nordwestmecklenburg als Hauptgesellschafter für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft in die Bresche springen. Eine halbe Million Euro Kredit übernimmt der Landkreis, damit die Gesellschaft nicht pleite geht. Grund ist, dass der Verkauf von Grundstücken ins Stocken geraten ist.

Im vergangenen Jahr noch von Landrätin Birgit Hesse zur Chefsache erklärt, hat sich seitdem aber nichts verbessert, schimpft CDU-Kreistagsmitglied Dennis Klüver. "Das ist eine Mogelpackung und es ist seit dem 1. Januar nichts passiert, sonst hätten wir ja als Kreistag auch mal einen Bericht gehört. Frau Hesse hat uns nur darüber informiert, dass die Kreditwürdigkeit und die Liquidität der Gesellschaft gefährdet sind."

Auch andere befürchten, dass sich daran in Zukunft nichts ändert. Zum Beispiel Roland Anderko (CDU). Er ist Mitglied im Aufsichtsrat und geht davon aus, dass die Wirtschaftsförderungs gesell schaft auch in den nächsten Jahren ein Klotz am Bein für den Kreis ist. Denn dass die Gesellschaft ihre restlichen Grundstücke in Upahl bald verkauft, glaubt er nicht. "Das ist praktisch ausgeschlossen, weil sich von sich aus kaum Interessenten melden und Geld, um breit in die Werbung für die Grundstücke zu gehen, hat der Landkreis für seine amtlich geführte Gesellschaft einfach nicht."

Zumindest aus den Fehlern hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft gelernt. Grundstücke auf Vorrat kauft sie nicht mehr. Künftig werden Gewerbeflächen erst erschlossen, wenn es dafür auch einen Investor gibt.

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