Wirtschaft pocht auf A14-Bau

Der Weiterbau stockt. Foto: Herbert Kewitz
Der Weiterbau stockt. Foto: Herbert Kewitz

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24. Juli 2008, 09:25 Uhr

Schwerin - Die Wirtschaft in MV drängt auf einen zügigen Bau der Nord-Süd-Autobahn 14 zwischen Magdeburg und Schwerin. Die massiven Kostensteigerungen dürften nicht dazu führen, „dass notwendige Infrastrukturinvestitionen nicht vorgenommen werden“, reagierte Klaus-Michael Rothe, Chef der Industrie- und Handelskammer Schwerin, auf die in unserer Zeitung bekannt gewordenen Sparpläne. Nach den aufgetretenen Mehrkosten von 500 Millionen Euro soll die Strecke abgespeckt und Raststätten, Abfahrten und die Trassenausstattung auf den Prüfstand gestellt werden. Der Bau dürfe „nicht an überzogenen Naturschutzforderungen und steigenden Preisen scheitern“. An die A 14 knüpfe die Region hohe Erwartungen. Die Autobahn sei die „Grundlage für zahlreiche zu erwartende Investitionen“.

Die Planer müssten jetzt alle „technisch vertretbaren Sparmaßnahmen“ ergreifen, um die Finanzierung nicht zu gefährden, sagte Rothe und verlangte von Bund und Ländern, den Bau „verlässlich finanziell abzusichern“. Die A 14 dürfe nicht zur Disposition gestellt werden, forderte auch der Unternehmerverband Norddeutschland. Es müssten „kostenentlastende Lösungen“ gefunden werden, die einen planmäßigen Baubeginn garantierten, sagte Verbandschef Wolfgang Schröder.

SPD-Bundestagsabgeordneter Hans-Joachim Hacker drängte indes die Länder, „die wahre Kostenentwicklung ... endgültig zu dokumentieren“, um auf dieser Grundlage Finanzierungslösungen zu finden. Er stellte klar: „Die Vorstellungen von Umweltorganisationen, dass der Bau der A 14 ökologischen Gesichtspunkten geopfert werden würde, sind abwegig. Die A 14 kommt.“

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