Schwerin: SSC-Volleyballerinnen gegen Baku : "Wir brauchen 2500 von euch!"

Mit der riesigen Unterstützung der Fans wollen die Schweriner Volleyballerinnen den Einzug ins Halbfinale des Challenge Cups morgen um 18 Uhr in der Arena am Lambrechtsgrund perfekt machen. Dietmar Albrecht
Mit der riesigen Unterstützung der Fans wollen die Schweriner Volleyballerinnen den Einzug ins Halbfinale des Challenge Cups morgen um 18 Uhr in der Arena am Lambrechtsgrund perfekt machen. Dietmar Albrecht

Wenn die Volleyballerinnen des Schweriner SC morgen in der Arena am Lambrechtsgrund Lokomotive Baku empfangen, zählt nur eines: Die SSC-Damen müssen das Viertelfinal-Rückspiel gewinnen.

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28. Februar 2011, 11:11 Uhr

Die Ansage ist so klar wie einfach für morgen Abend. Wenn die Volleyballerinnen des Schweriner SC um 18 Uhr in der Arena am Lambrechtsgrund Lokomotive Baku empfangen, zählt nur eines: Die SSC-Damen müssen das Viertelfinal-Rückspiel im Challenge Cup gewinnen, da sie das Hinspiel mit 0:3 verloren hatten. Dann würde über den Einzug ins Halbfinale der Golden Set entscheiden. Der wird wie ein Tiebreak bis 15 Punkte gespielt. "Der Golden Set ist für uns ein Riesenvorteil. Aber ich mag die Regel trotzdem nicht, sie ist idiotisch", sagt SSC-Trainer Tore Alekandersen. Früher entschieden bei je einem Sieg für eine Mannschaft die mehr gewonnenen Sätze. Jetzt zählen nur die Siege und dann, wenn es sein muss, die "Lotterie". Aber die Regel ist nun einmal so, und so hoffen natürlich die SSC-Damen, dass sie über den Golden Set in die Vorschlussrunde einziehen können.

Damit es soweit kommt, setzen die Schwerinerinnen auf eine proppenvolle Halle. "Schon gegen Vilsbiburg war die Stimmung wahnsinnig toll. Wenn jetzt wirklich über 2000 Zuschauer kommen sollten, das wäre krass", freut sich SSC-Kapitän Julia Retzlaff. Tore Aleksandersen hatte sich bereits nach dem letzten Heimspiel gegen den VfB Suhl bei den Zuschauern für die tolle Unterstützung bedankt und einen Appell an sie gerichtet: "Wir brauchen gegen Baku 2500 von euch!" Und die sind sicher farbenfroh gekleidet. Denn das Erlebnis in Baku, als 80, 90 Prozent der Zuschauer erstens nur Männer waren und dann alle noch schwarz gekleidet, "war schon komisch". Mittelblockerin Nadja Schaus hatte dazu einen Tag nach der Rückkehr gescherzt: "Unsere Zuschauer müssen sich ganz bunt anziehen. Naja, aber bei Baku spielen ja viele Ausländerinnen, die kennen das ja." Doch die Baku-Spielerinnen kennen die Atmosphäre in der Arena nicht!

Dass die Schweriner hinter ihren Volleyballerinnen stehen, sah man auch am Sonnabend. Von 15 bis 17.30 Uhr war die Trainingseinheit der Mannschaft öffentlich. Gut 100 Fans kamen und das zu dieser Zeit. Noch eine gute halbe Stunde nach Trainingsschluss gingen die SSC-Spielerinnen den Autogrammwünschen nach. "Das war richtig gut. Das hätten wir nicht gedacht, dass so viele kommen", meinte Diagonalangreiferin Patricia Thormann.

Auch gestern bat Trainer Tore Aleksandersen zu zwei Übungseinheiten. Heute sieht das nicht anders aus. Die Hinspiel-Partie ist ausgewertet. "Wir müssen eigentlich nicht viel anders machen. Nur muss unsere Qualität in allen Bereichen besser sein. Es sind manchmal nur Kleinigkeiten. Das müssen wir am Dienstag besser hinkriegen", meinte Julia Retzlaff, der man genau wie ihren Mitspielerinnen anmerkt, dass sie ganz heiß auf diese Begegnung sind.

Lokomotive Baku reiste schon gestern an. Sie kamen die gleiche Route über Moskau und Hamburg in die MV-Landeshauptstadt. Sie trainierten gestern erst einmal in der alten Volleyballhalle. Heute und morgen Vormittag sind ebenfalls noch Übungseinheiten für die Gäste angesetzt. Mindestens eine davon in der Arena.

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