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Drittliga-Partie in der DKB-Arena kurzfristig abgesagt : Winter hält FC Hansa fest im Griff

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Als Hansa-Coach Marc Fascher am Sonnabend Punkt 11.30 Uhr mit seiner Mannschaft aus den Katakomben der DKB-Arena trat und Richtung Trainingsplatz stapfte, war ihm die "Begeisterung" anzusehen.

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erstellt am 10.Feb.2013 | 06:01 Uhr

Rostock | Als Hansa-Coach Marc Fascher am Sonnabend Punkt 11.30 Uhr mit seiner Mannschaft aus den Katakomben der DKB-Arena trat und Richtung Trainingsplatz stapfte, war ihm die "Begeisterung" anzusehen. "Ich habe eines gelernt: Nehme die Dinge so hin, die du nicht ändern kannst", nahm der 44-Jährige die Spielabsage gegen den SV Darmstadt mit stoischer Gelassenheit hin.

50 Fans schippen wie die Weltmeister

Dabei hatte bis zuletzt alles auf eine Austragung der Drittliga-Partie hingedeutet. Trotz des neuerlichen Wintereinbruchs am Freitagabend setzte der FC Hansa alle Hebel in Bewegung, um die Voraussetzungen für das Fußballspiel zu schaffen. "Bereits um 5 Uhr morgens waren private Räumdienste unterwegs und haben die Zufahrtswege beräumt", sagte der Technische Leiter der DKB-Arena, Hans-Jürgen Meister. Zuvor hatte er über den Fanbeauftragten weitere Unterstützung angefordert. Und Meister staunte nicht schlecht, als gegen 7 Uhr rund 50 Anhänger des Vereins am Stadion eintrafen. Mit Schaufeln und Schippen ausgestattet befreiten die Freiwilligen in den folgenden drei Stunden den Platz und die Tribünen von den Schneemassen. "Da kam dann auch das Grün zum Vorschein. Ohne die Hilfe unserer Fans wäre das nicht möglich gewesen. Vielen Dank dafür", sagte Meister.

Doch der "Rettungseinsatz" war nicht von Erfolg gekrönt. Gegen 10 Uhr begutachtete die Platzkommission, bestehend aus Vereinsvertretern und Schiedsrichter, das Spielfeld. Der Unparteiische Malte Dietrich (Bremen) und sein Team entschieden schließlich, die Partie abzusagen. Grund war der anhaltende Schneefall bis in die Nachmittagsstunden, der den Rasen samt Begrenzungslinien immer wieder mit einer zarten Schicht bedeckte. "Am Freitag musste ja das Spiel in Aue mehrfach unterbrochen werden, um die Linien frei zu räumen. Wahrscheinlich wollte der Schiri solche Szenen bei uns vermeiden", äußerte Meister ein Stück weit Verständnis für die Entscheidung. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Unterdessen spulte die Mannschaft ihr gewohntes Trainingspensum ab und versuchte, das Beste aus den Bedingungen zu machen. Während Co-Trainer Michael Hartmann sich mit Schneeschippen warmhielt und die Torräume freischaufelte, absolvierten die Akteure leichtes Lauftraining und Kleinfeld-Spiele. Immerhin kam bei einer "eisigen Abreibung" für Torhüter Johannes Brinkies der Spaß nicht zu kurz. "Das ist Bewegungstherapie, mehr nicht. Am Sonntag hängen wir noch eine Einheit dran", so Fascher wenig begeistert. Schließlich hatte ihm das Wetter erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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