Wieder Warnstreiks bei der Post - mehrere Regionen betroffen

Bei den Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Post und ver.di ist keine schnelle Einigung in Sicht.
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Bei den Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Post und ver.di ist keine schnelle Einigung in Sicht.

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21. April 2008, 10:49 Uhr

Hamburg - Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft ver.di in mehreren Regionen die Warnstreiks wiederaufgenommen. Seit dem späten Sonntagabend legten nach ver.di-Angaben rund 800 Mitarbeiter in neun Briefzentren die Arbeit nieder. Betroffen waren demnach Berlin, Dresden, Duisburg, Freising, Hannover, Wiesbaden, Mainz, Hamburg und der Großraum Stuttgart. Insgesamt würden etwa drei Millionen Briefe liegenbleiben, teilte die Gewerkschaft am Montag mit.

Für die nächsten Tage sind weitere Warnstreiks geplant, bundesweit müssen sich Millionen Haushalte und Unternehmen auf leere Briefkästen einstellen. Nach einer Urabstimmung kann vom 2. Mai an ein unbefristeter Ausstand starten.

Nach den am Wochenende gescheiterten Tarifverhandlungen sagte ver.di-Sprecher Günter Isemeyer: „Das Angebot, das die Post uns vorgelegt hat, das können Sie in die Tonne kloppen, um das mal im Ruhrgebietsdeutsch zu sagen.“ Streitpunkte sind neben Lohn und Kündigungsschutz die von der Post angestrebte Arbeitszeitverlängerung. Laut ver.di bedeuten die Post-Vorschläge unter dem Strich künftig rund 41 Stunden Wochenarbeitszeit; durch die Anhebung um zweieinhalb Stunden fielen rund 12 500 Arbeitsplätze weg.

Die Post deutete Bereitschaft zum Entgegenkommen an. Die bisherige Offerte sei „nicht das letzte Wort der Post“, sagte Personalvorstand Walter Scheurle der „Süddeutschen Zeitung“. Die Post hatte angeboten, den Kündigungsschutz bis zum 30. Juni 2011 zu verlängern und die Löhne der Tarifbeschäftigten in den nächsten zwei Jahren um rund 5,5 Prozent zu steigern.

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