Wie zu frühchristlichen Zeiten im Fluss getauft

<fettakgl>Als jüngstes Kind </fettakgl>wurde Clara Nova Pommerenke  von Pastor Andreas Ortlieb im Fluss getauft.<fotos>Iris Weiß</fotos>
1 von 2
Als jüngstes Kind wurde Clara Nova Pommerenke von Pastor Andreas Ortlieb im Fluss getauft.Iris Weiß

svz.de von
12. Juli 2010, 09:49 Uhr

Rehna | Ein Höhepunkt im Kirchenjahr ist für die Kirchgemeinde Rehna der Taufgottesdienst an der Radegast. Seit einigen Jahren findet der hier immer am sechsten Sonntag nach Trinitatis, das heißt dem sechsten Sonntag nach Pfingsten, statt. Ein Sonntag, der in der Bibel der Taufe gewidmet ist.

"Ein besonders schöner Gottesdienst. Ich freue mich immer wenn wir den hier feiern", sagte Erika Beirow aus Kasendorf. Beeindruckt war schon im vergangenen Jahr auch die Familie Pommerenke/Schneider. "Wir fanden das so toll, dass wir beschlossen haben, unsere Kinder auch hier taufen zu lassen", erzählten Constanze Pommerenke und Nils Schneider. "Es ist einfach schön für die Kinder, weil sie sich hier freier bewegen können als in der Kirche. Dort schallt jedes Wort und hier können sie auf der Wiese laufen", erklärte die Mutter der beiden jüngsten Täuflinge. Insgesamt sechs Taufen konnte Pastor Andreas Ortlieb an diesem Sonntag vornehmen. Komplett in Talar und Schuhen stiefelte er dafür in den nicht allzu tiefen Fluss. Alle anderen zogen ihre Schuhe lieber aus. Jeder Täufling bekam neben der obligatorischen Taufkerze eine Rose von Jericho vom Pastor geschenkt. Ein äußerlich vertrocknetes Knäuel, das in Wüstengegenden vom heißen Wind durch die Gegend gepustet wird, bis es an einer Oase landet. "Ein Sinnbild für uns Menschen", sagte Pastor Ortlieb. "Wenn sie mit dem lebendigen Wasser in Berührung kommt, fängt sie an zu grünen. Deshalb wird sie auch Auferstehungsblume genannt." Der Gottesdienst selbst wurde neben der Radegast auf der grünen Wiese gehalten. Unter einem großen runden bunten Zelt fand die ganze Gemeinde auf Festzeltbänken Platz. Der provisorische Altar war davor aufgebaut. Der Kirchenchor und der Posaunenchor gestalteten den musikalischen Teil mit. Wer sein Liederblatt nicht unbedingt zum Text lesen brauchte, nutzte es gerne zum Fächeln.

Denn die Hitze machte auch am Flussufer vor der feiernden Gemeinde nicht Halt. Für das anschließende Kaffeetrinken wurde deshalb jede Menge Wasser in der Radegast kalt gestellt. Gemütlich klang der Taufgottesdienst in Rehna an der Radegast dann aus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen