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Touristen meiden die Innenstadt : Wie viele Baustellen verträgt Parchim?

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Mit jedem neuen Loch im Straßenpflaster steigt bei den Anwohnern in Parchim der Frust. Touristen meiden die City ganz. "Die Situation ist in der Tat schwierig", räumt Fachbereichsleiter Frank Schmidt ein.

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erstellt am 02.Jul.2013 | 02:04 Uhr

"Rot-weiß" ist in der Kreisstadt offenbar die Farbe dieses Sommers. Vor allem auf den Zufahrtsstraßen zur Altstadt stoßen Fußgänger, Pedalritter und Kraftfahrer überall auf die rot-weißen Absperrzäune vor Baustellen. Mit jedem neuen Loch im Straßenpflaster steigt bei Anwohnern und Besuchern der Stadt der Frust. Touristen meiden die City ganz. "Die Situation ist in der Tat schwierig", räumt der zuständige Fachbereichsleiter Frank Schmidt unumwunden ein. Er weiß aus mehr als zwanzigjähriger Erfahrung, dass Tiefbauarbeiten mitten in der Stadt zwei Seiten einer Medaille sind. "Wir wollen Parchim voranbringen und investieren kräftig. Darum würden uns andere Kommunen sicher beneiden. Zum anderen ist mir bewusst, dass Geschäftsleute und Anwohner schwere Zeiten überstehen müssen", sagt Frank Schmidt.

Gefühlt gab es in Parchim mitten im Sommer noch niemals zuvor zu eine Häufung von Tiefbaustellen. Doch die Fakten sehen anders aus. Als vor wenigen Jahren rund um das Rathaus u.a. der Alte Markt saniert wurde, waren sieben Straßen gleichzeitig betroffen. Diesmal ist die Situation brisant, weil wichtige Zufahrtswege versperrt sind. "Die Beschilderung der Umleitungen war nicht immer hilfreich", meint Bürgermeister Bernd Rolly, der sich selbst mit seinem Auto im Schilderwald verirrt hat.

Frank Schmidt hat aber auch gute Nachrichten: Die Arbeiten liegen sowohl in der Rosen wie auch in der Blutstraße im Plan. Die beteiligten Firmen leisten fachlich gute Arbeit. Dass nicht durchweg gebaggert werden kann, hält Schmidt für richtig: "Wir müssen auch die Lärmbelastung für Anwohner berücksichtigen. Auch die umstrittenen Absperrungen vor Stellplätzen in der Apothekenstraße seien zwar bedauerlich, aber aus rechtlichen Gründen unverzichtbar. Am Ziegenmarkt soll die Baugrube in drei Wochen Geschichte sein.

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