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BUND und BI wollen Großmastanlage in Kuppentin verhindern : Widerspruch gegen Broilerfabrik-Bau

vom

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bürgerinitiative Gallin-Kuppentin haben jetzt Widerspruch gegen die Genehmigung einer Broilermastanlage für insgesamt 131500 Broilermastplätze eingelegt.

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erstellt am 26.Jun.2011 | 05:06 Uhr

Kuppentin | Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bürgerinitiative Gallin-Kuppentin haben jetzt fristgerecht Widerspruch gegen die Genehmigung einer Broilermastanlage für insgesamt 131500 Broilermastplätze in Kuppentin eingelegt. Die Genehmigung wurde im Mai durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Schwerin erteilt.

Die Genehmigung der Anlage verstoße nach Auffassung des BUND gegen geltendes Umweltrecht. Der Abstand zur Wohnbebauung sei zu gering und in weniger als 100 Meter Entfernung befände sich ein europäisches Naturschutzgebiet, das nicht berücksichtigt wurde. BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag: "Die Belastungen für Mensch und Natur durch Gerüche, Stickstoff, Feinstäube, Keime, Lärm und Verkehr sind fehlerhaft berechnet worden. Dabei ist zum Beispiel unterschlagen worden, dass es bereits drei Altanlagen mit insgesamt 69500 Broilermastplätzen pro Durchgang im Dorf gibt. Die Anwohner sind schon jetzt durch den Betrieb der Altanlagen belästigt. Es ist ein Aberwitz, dass 131000 Broiler mehr pro Durchgang keine Zusatzbelastung sein sollen, nur weil es jetzt schon belästigend stinkt. In der Genehmigung gibt es keinerlei wirksame Auflagen zum Schutz der Anwohner und der Natur. Deshalb sehen wir gute Chancen, dagegen mit rechtlichen Mitteln vorzugehen." Gegen einige Auflagen würde zudem bereits verstoßen werden. So habe der Bauunternehmer das Baufeld auf einer Wiese bereits freigeräumt, ob wohl dies mit Rücksicht auf brütende Wiesenvögel erst ab August erlaubt gewesen sei.

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