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Versorgungsbetriebe Elbe erweitern ab dem 1. April ihr Angebot : Wer möchte den grünen Strom?

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Bei den Versorgungsbetrieben Elbe GmbH verschiebt sich die Zusammensetzung des Stroms von Kohle- und Atomstrom in Richtung grüner Strom. Auch bei den rund 6000 privaten und geschäftlichen Kunden.

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erstellt am 26.Mär.2011 | 02:15 Uhr

Boizenburg | Bei den Versorgungsbetrieben Elbe GmbH verschiebt sich die Zusammensetzung des Stroms von Kohle- und Atomstrom in Richtung grüner Strom. Natürlich würde der Strom, wie die Vertriebsleiterin Martina Venz schmunzelnd sagte, aus der Steckdose kommen. Auch bei den rund 6000 privaten und geschäftlichen Kunden, die das Unternehmen im Boizenburger Raum versorgt.

Allerdings kündigten Martina Venz und ihre Kollegin Silke Flöter an, dass ihren Energieverbrauchern in der Zukunft eine erweiterte Auswahlpalette zur Verfügung steht. Es sei, wie die beiden Frauen in einem Gespräch mit unserer Redaktion betonten, absolut kein Aprilscherz, sondern die Wahrheit: Ab dem 1. April können umweltbewusste Verbraucher bei ihnen den Ökostrom ordern, der zu 100 Prozent aus Wasserkraft besteht.

Mit der Änderung in ihrem Energie-Mix von Kernkraft (rund 28 Prozent), den fossilen Brennstoffen, wie Stein- und Braunkohle sowie Erdgas und -öl (etwa 57 %) und erneuerbaren Energien, wie zum Beispiel von Wind und Sonne (ca. 15 %), würde das Unternehmen auf Kundennachfragen reagieren. In der Vergangenheit hätte es bereits einzelne Wünsche zu Ökostrom gegeben. Gerade nach dem Atomunfall in Japan würden die Mitarbeiter in Lauenburg und Boizenburg vermehrt diesbezügliche Anfragen registrieren.

Der Strom aus Wasserkraft, der übrigens aus Simbach am Inn sowie Braunau aus Österreich kommt, stammt, wie Martina Venz erklärte, aus einer vom TÜV zertifizierten, umweltfreundlichen Produktion. Klar ist, dass dieser nicht zum Nulltarif zu haben ist. Silke Flöter bestätigte auf Nachfrage, dass der Bezugspreis für Ökostrom über dem Einkaufspreis des Stroms aus dem herkömmlichen Energie-Mix liegen würde. Der Kunde müsste für den Ökostrom einen aus ihrer Sicht vergleichsweise geringen Aufpreis zahlen.

Die Mehrkosten würden beispielsweise bei einem Jahresverbrauch von rund 4000 Kilowattstunden monatlich um die sechs Euro betragen, erklärte Martina Venz und fügte hinzu, dass trotz der höheren Kosten die Versorgungsbetriebe das Produkt zu absoluten Wettbewerbspreisen im Ökostrombereich anbieten würden.

Weitere Informationen erhalten Interessierte in den Kundenzentren des Versorgers in Lauenburg (Tel. 04153/595-160 und -168) und in Boizenburg (Tel. 038847/602-50 und -51).

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