Wenn den Wehren das Löschwasser ausgeht...

Als in Kölzin ein Bauernhaus brannte, erhöhte der Wasserbeschaffungsverband Sude-Schaale kurzzeitig den Wasserdruck. Damit hatten die Feuerwehren mehr Löschwasser zur Verfügung. Doch nicht jeder Hydrant eignet sich auch dafür.

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23. April 2008, 07:49 Uhr

Wittenburg - In diesem konkreten Fall war die Unterstützung durch den zuständigen Wasserbeschaffungsverband aufgrund von technischen Voraussetzungen möglich. Durch die Betätigung eines Schiebers in Lüttow und dem damit verbundene Zufluss von Wasser aus dem Hochbehälter Heidberg wurde der Druck und damit die Wassermenge vor Ort erhöht. Immerhin fanden die Einsatzkräfte beim Eintreffen ein brennendes Strohdach in voller Ausdehnung vor. Sofortiger Wasserbedarf war unbedingt erforderlich.

Feuerwehrleute können im Einsatz nicht in jedem Fall aus den zur Verfügung stehenden Hydranten ihr Löschwasser ziehen. Hydrant ist nicht gleich Hydrant. So zählt beispielsweise der Wasserbeschaffungsverband Sude-Schaale insgesamt in seinem Verbreitungsgebiet 1600 Hydranten im Trinkwasserversorgungsnetz, von denen 254 Löschwasserhydranten sind und 130 Hydranten mit so genannter eingeschränkter Nutzbarkeit, die sich lediglich zur Erstbrandbekämpfung eignen.
Wie aus Feuerwehrkreisen zu erfahren war, bestehen in den Regionen des Landkreises unterschiedliche Regelungen im Hinblick auf die Löschwasserbereitstellung. Und offensichtlich gibt es territorial auch Probleme mit der Bereitstellung von Löschwasser aus Hydranten. Beispiel Amholz in der Gemeinde Teldau. Hier gab es im Januar bei einem Brand nicht nur Probleme bei der Alarmierung sondern wohl auch mit den Hydranten. Offiziell will dazu kaum jemand etwas sagen. Doch seit Amholz ist klar, dass Hydranten auch versagen können.

Auf gute Erfahrungen verweist hingegen der Wittenburger Verband. „Garantierte Wassermengen halten wir bei den Hydranten vor, die wir vertraglich warten und betreuen. Unser Verband hat mit den Kommunen Wittenburg, Zarrentin, und Lübtheen sowie mit dem Mega-Park Valluhn-Gallin konkrete Löschwasserverträge unterzeichnet. Für die Städte halten wir eine Menge von 48 Kubikmetern Wasser in der Stunde vor, für das Gewerbegebiet an der A 24 einen noch stärkeren Druck, um in jedem Fall vorbereitet zu sein“, ist von Uwe Rode, zuständiger Bereichsleiter Netze beim Wasserbeschaffungsverband Sude-Schaale zu erfahren. Seit sechs Jahren bestehen diese Verträge, die allerdings nicht kostenfrei sind. Der Verband lässt sich das Vorhalten des Löschwassers bezahlen. „Allerdings können wir nicht jedem Wunsch einer Stadt oder Gemeinde nachkommen. Es müssen in jedem Fall die passenden Leistungsquerschnitte vorhanden sein“, sagte Rode abschließend.

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