zur Navigation springen

Neukloster lehnt Umverlegung der K 31 ab : Weniger Sicherheit durch neue Straße?

vom

Eine Autofahrt von Sternberg und Warin in die Hansestadt Wismar könnte künftig schwieriger zu bewältigen sein als bisher. Zumindest für alle, die nicht über die Autobahn fahren.

svz.de von
erstellt am 13.Jul.2011 | 11:32 Uhr

Eine Autofahrt von Sternberg und Warin in die Hansestadt Wismar könnte künftig schwieriger zu bewältigen sein als bisher. Zumindest für alle, die nicht über die Autobahn fahren. Grund ist die geplante Umverlegung der Kreisstraße 31 zwischen Zurow und Krassow. Die bisherige Straße soll dem Kiestagebau weichen, die neue Trasse um den Tagebau herum führen und dicht an der Autobahn liegen.

Bis Anfang Juli lagen die Unterlagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens im Amt Neukloster-Warin aus. Sowohl die Gemeinde Zurow als auch die Stadt Neukloster sehen den Plan kritisch und haben ihre Einwände gegenüber dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr deutlich gemacht.

Neuklosters Bürgermeister Frank Meier verweist auf die Gefahr, dass mit dem Straßenneubau der Verkehrsfluss schlechter wird. Der sogenannte "Zurower Berg" ist ein Begriff für eine kräftige Steigungs- bzw. Gefällestrecke, erklärt er. In den Wintermonaten sei dieser insbesondere für den Lkw-Verkehr, aber auch für Pkw nicht leicht zu passieren. Die gegenwärtige Straßentrasse erreicht ihren Hochpunkt bei ca. 74 Meter über dem Meeresspiegel. Der Hochpunkt bei der geplanten neuen Trasse liegt bei rund 90 Meter. "Wenn jetzt noch ca. 16 Höhenmeter dazukommen, ohne hinreichende Streckenverlängerung aber mit deutlich mehr Kurvenabschnitten, ist das Ganze nicht mehr beherrschbar", heißt es in der Stellungnahme der Stadt Neukloster.

Schon in der Planungsphase sei ersichtlich, dass es Geschwindigkeitsreduzierungen geben muss. "Es wird eine überörtliche Straße durch Umverlegung neu gebaut, die nicht so genutzt werden kann, wie die vorhandene, d.h. die Qualität des fließenden Verkehrs wird eingeschränkt", erklärt Meier. Eine Rücksprache mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr habe ergeben, dass die geplante Reduzierung des Tempolimits auf 60 km/h eigentlich noch zu gering angesetzt ist und eventuell die Geschwindigkeit weiter herunter gesetzt werden muss. Die Befürchtung der Stadt ist, dass etliche Kraftfahrer ein solches Limit negieren. Die Unfallgefahr werde sich durch den Straßenneubau erhöhen. Die Verbindung zum Mittelzentrum und zur Kreisstadt Wismar werde sich für Neukloster verschlechtern, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. Das betreffe alle Kommunen an der B 192 über Warin bis nach Sternberg. In der jetzt vorliegenden Planung lehnt die Stadt Neukloster die Umverlegung der Kreisstraße ab.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen