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Schwerin: Geldfälscher richten 27 000 Euro Schaden an

: Weniger "Blüten"

vom

Geldfälscher haben im vergangenen Jahr in MV einen Schaden von 27 440 Euro angerichtet. Der Polizei wurden 468 gefälschte Banknoten bekannt, wie das Landeskriminalamt mitteilte.

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erstellt am 03.Jun.2011 | 01:06 Uhr

Geldfälscher haben im vergangenen Jahr in MV einen Schaden von 27 440 Euro angerichtet. Der Polizei wurden 468 gefälschte Banknoten bekannt, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. Das waren 24 Prozent weniger als 2009. In jenem Jahr waren noch 612 "Blüten" gefunden worden, die Schadenssumme betrug 28 170 Euro. Am häufigsten wurde der 50-Euro-Schein gefälscht, bei 100- und 20-Euro-Noten registrierte die Polizei einen Rückgang. Das LKA vermutet die Fälscherwerkstätten in Ost- und Südeuropa. Ein Sprecher rief die Bürger auf, weiterhin wachsam zu sein.

"Blüten" könnten oft schon durch die Methode "Fühlen-Sehen-Kippen" erkannt werden. Das Papier eines gefälschten Scheins fühle sich anders an, im Gegenlicht sei bei einer echten Banknote ein Wasserzeichen zu sehen, und beim Kippen des Scheins müsse das Hologramm erkennbar sein. Im Zweifel sollte man eine verdächtige Banknote mit einer zweifelsfrei echten vergleichen, notfalls auch mit Hilfe einer Lupe. An den Kassen im Einzelhandel werden Geldscheine mit Stiften und UV-Lampen getestet. Doch auch diese böten keine 100-prozentige Sicherheit, sagte LKA-Sprecher Michael Schuldt.

Geldfälscher beschäftigen sich auch mit der Münzprägung. Im vergangenen Jahr beschlagnahmten die Behörden in MV 2372 gefälschte Münzen im Wert von 4276,50 Euro. Im Vorjahr waren es noch 3237 Münzen mit einer Schadenssumme von 5946,50 Euro. 83 Prozent der gefälschten Münzen waren 2-Euro-Stücke, doch auch falsche 50-Cent-Münzen waren im Umlauf.

Die Schadenssumme insgesamt sei zwar nicht besonders groß, für den Einzelnen ergebe sich mitunter aber ein erheblicher Verlust, sagte der Sprecher. Wer einen gefälschten Schein bemerkt, sollte ihn der Polizei melden. Auf keinen Fall darf man ihn zum Bezahlen weitergeben, denn das wäre eine Straftat.

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