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Schwerin : Weniger Blitzer, mehr Anhaltekontrollen

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Um die Zahl der Unfälle im Land weiter zu drücken, setze die Polizei auf Kontrolldruck, die frühkindliche und schulische Verkehrserziehung und auch auf das System der elektronischen Verkehrsdatenkarte.

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erstellt am 13.Apr.2011 | 01:55 Uhr

Um die Zahl der Unfälle im Land weiter zu drücken, setze die Polizei auf Kontrolldruck, die frühkindliche und schulische Verkehrserziehung und auch auf das in den Dienststellen neu eingeführte System der elektronischen Verkehrsdatenkarte, mit der Daten zu Crashs erfasst und ausgewertet werden können. Zudem: "Wir wollen uns vom Blitzen mehr zurückziehen. Stattdessen wird es mehr Anhaltekontrollen geben", sagte gestern Innenminister Lorenz Caffier (CDU) bei der Vorstellung der jährlichen Unfallstatistik.

Summa summarum konnte der Minister gestern eine positive Bilanz für 2010 ziehen. Nach dem deutlichen Anstieg 2009 ist die Zahl der Verkehrstoten auf den bislang niedrigsten Wert seit 2006 gesunken. Laut Caffier starben im Vorjahr im Nordosten 108 Verkehrsteilnehmer. Das waren fast ein Drittel weniger als im Jahr davor mit 155 Unfalltoten. Obwohl die Zahl der Unfälle im Land seit 2007 weiter zugenommen hat, wurden dabei weniger Menschen verletzt. Laut Caffier erlitten im vergangenen Jahr 1167 Personen schwere und 5525 leichte Verletzungen. Der Rückgang lag mit 20,6 beziehungsweise 12,7 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. "Besonders signifikant" sei der Rückgang bei der Zahl der Toten durch Alkoholunfälle (11), meinte der Minister: Sie sank um über 52 Prozent. Bei den so genannten Disco-Unfällen an Wochenenden oder Feiertagen halbierte sich die Zahl der Toten von 14 auf sieben. Auch die Zahl der schwer Verletzten in diesem Bereich der 16- bis 25-jährigen Hauptverursacher von Unfällen sank um ein Drittel. Caffier wertete in dem Zusammenhang die Einführung des Führerscheins mit 17 als gelungene Sache: "Das wirkt sich positiv auf das gesamte Fahrverhalten aus."

Die Linke im Landtag lobte zwar die Entwicklung, meinte aber, dass die Sicherheit weiter verbessert werden muss. Der innenpolitische Sprecher Peter Ritter forderte 0,0 Promille für alle Autofahrer und ein Tempolimit von 130 Stundenkilometer auf Autobahnen.

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