In vielen Branchen muss auch an den Feiertagen der Job erledigt werden : Wen(n) die Arbeit zu Weihnachten ruft

Foto: AOK/dpa
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Endlich ist Weihnachten - das Fest der Familie, das in diesem Jahr für viele zu kurz ausfällt. Wahrscheinlich wird es ihnen nur schwacher Trost sein, dass es Branchen gibt, in denen Weihnachten praktisch ausfällt.

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23. Dezember 2010, 07:10 Uhr

Parchim | Geschafft, endlich ist Weihnachten - das Fest der Familie, das in diesem Jahr für die meisten von Ihnen, liebe Leser, wahrscheinlich viel zu kurz ausfällt. Zwei, vielleicht drei Tage sind es bestenfalls, also so kurz wie nie. Wahrscheinlich wird es Ihnen nur schwacher Trost sein, dass es Branchen gibt, in denen gearbeitet werden muss und Weihnachten praktisch ausfällt.

Die Polizei gehört dazu, Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte. Bei den Stadtwerken, Sanitär- und Heizungsbauern, der Unterhaltung der Bundes-, Kreis- und Landstraße wird gearbeitet. An den drei Standorten der Kreisstraßenmeisterei wurde nicht nur in den vergangenen so schneereichen Tagen geklotzt. Auch heute und an beiden Feiertagen werden 30 Mitarbeiter in zwei Schichten ran müssen, sagt Marita Hertel, Pressesprecherin der Kreisverwaltung. Von drei bis 20 Uhr schieben sie Dienst, wenn es die Situation erfordert auch rund um die Uhr.

Nicht anders ist es im Rettungswesen. Das fährt die DRK Rettungsdienst Parchim-Ludwigslust gGmbH im Landkreis im Auftrag der Kreisverwaltung. Von acht Rettungstrans portwachen und zwei Notarztstützpunkten aus. Die zum Dienst eingeteilten Mitarbeiter schieben übers Fest 24 Stunden-Schichten.

Das muss bei den vielen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis nicht unbedingt auch so sein. Bleibt es ruhig, können die Kameraden feiern. Bei Alarmierung, erklärt Kreiswehrführer Dietmar Arendt, kommt, wer vor Ort und abkömmlich ist. Arbeit auf Abruf, also.

Auch ohne Alarm gibt es bei der Landwirtschaftlichen Milcherzeuger-Gemeinschaft in Greven definitiv viel zu tun. 1800 Milchkühe und Jungrinder stehen hier. "Und 800 müssen dreimal am Tag gemolken werden", sagt LMG-Geschäftsführer Jens Friedrich.

Neben denen, die müssen, gibt es auch Leute, die an Heilig Abend freiwillig arbeiten gehen - oder besser gesagt fahren. Hans Göldnitz, Gaststättenbetreiber aus Matzlow, ist so einer. "Ich schätze, ich werde von 9 bis 16 Uhr unterwegs sein", sagt Göldnitz. Er spannt auch heute wieder seinen kombinierten Pferdeschlitten an, um den Weihnachtsmann zur Bescherung zur Kinderabteilung der Asklepios Klinik Parchim zu bringen und danach Parchims Lange Straße rauf und runter zu fahren.

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