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Rostocker Michael Raelert beim Schweriner Schlosstriathlon : Weltmeister auf der Überholspur

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Der Nordpokalsieger 2011 beim gestrigen Schweriner Schlosstriathlon stand mit dem zweifachen Weltmeister über die Ironman-Halbdistanz, Michael Raelert eigentlich schon fest.

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erstellt am 18.Jul.2011 | 05:49 Uhr

Der Nordpokalsieger 2011 beim gestrigen Schweriner Schlosstriathlon stand mit dem zweifachen Weltmeister über die Ironman-Halbdistanz, Michael Raelert (TC Fiko Rostock), eigentlich schon fest, bevor Stefan Schäfer vom Organisationsteam des gastgebenden TriSport Schwerin per Vuvuzela das Startsignal gegeben hatte. Und der Mann mit der Startnummer 102 wurde seiner Favoritenrolle in beeindruckender Manier gerecht, nahm der Konkurrenz auf allen drei Teilstrecken (1,5 km Schwimmen - 40 km Radfahren - 10 km Laufen) reichlich Meter ab. Am Ende hatte er einen Vorsprung von mehr als elf Minuten auf den zweitplatzierten Robert Prahl (TriSport Schwerin). Dritter wurde der für den Hamburger Regionalligisten Triabolos startende Zarrentiner Robert Skazidroga, der sich durch die zweitbeste Laufzeit noch einen Podestplatz erkämpfte.

Vom Sieger gab es ein dickes Lob für die Schlosstriathlon-Macher: "Ich bin vor zehn Jahren zum letzten Mal hier gestartet. Der Wettkampf hat enorm gewonnen. Die Radstrecke ist tipptopp, sehr kurzweilig. Alle Achtung, was der Veranstalter hier auf die Beine gestellt hat." In die gleiche Kerbe haute die schnellste Frau im Feld, die frischgebackene Europameisterin in der Altersklasse W40, Bettina Lange vom TSV Bargteheide: "Vor allem die vier Runden am Schloss entlang zu laufen, das hat richtig Spaß gemacht." Auch bei den Damen blieb Silber in Schwerin. Christine Liebendörfer (TriElfen) war nur rund eine halbe Minute langsamer als die Siegerin. Die drittschnellste Zeit legte Virginie Garten vom TV Dresden Spitzen Team hin.

Apropos Sieger - Sieger waren alle, die sich am Morgen bei einsetzendem Regen in das 18,8 Grad kalte Wasser des Burgsees stürzten (die Temperaturangabe entsprach dem gemittelten Wert dreier Messstellen). Dieser Meinung von Herbert Ziehm schlossen sich alle anderen Zuschauer an, die mit Regenschirmen oder -jacken bewaffnet das Geschehen verfolgten. Der 84-Jährige ist nach Möglichkeit immer an der Strecke, wenn sein Enkel Frank Baalcke in heimischen Gefilden sportlich unterwegs ist. Gerade beim Schweriner Triathlon gehört dieser praktisch schon zum Inventar. Baalcke hat noch keine der inzwischen 23 Auflagen verpasst und konnte sich als Gesamtsechster und Sieger seiner Altersklasse erneut weit vorne platzieren.

Das Rennen über die Olympische Distanz konnte übrigens auch in diesem Jahr wieder als Staffelwettkampf bestritten werden. Und da hatte das Trio vom Müritzclub Waren klar die Nase vorn gegenüber den folgenden Schweriner Teams "GroNeMö" und "Two and a half Men".

Als eine Stunde nach den Nordpokal startern die 87 Teilnehmer des Petermännchentriathlons ihr Rennen aufnahmen, taten sie das bei wesentlich angenehmeren äußeren Bedingungen. Auf der Sprintdistanz (0,75 km - 20 km - 5 km) dominierten die Nachwuchsathleten des SC Neubrandenburg. Bei den Frauen nahmen die A-Jugendlichen Anna Wagenknecht und Anna Schmidt die Ränge eins uns zwei ein, bei den Männern gingen durch Jonas Kolb, Nikolaj Michalew, Clemens Schreiber und Max Hübner gleich die ersten vier Plätze an die SCN-Youngster. Jan Müller vom Triathlonverband MV lieferte als sachkundiger Moderator im Zielbereich die Erklärung: "Die Neubrandenburger nutzen diesen Wettkampf als Vorbereitung für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Braunschweig."

Zum Abschluss des Schweriner Schlosstriathlons hatten am Mittag die Aktiven der 2. Bundesliga ihren Auftritt (siehe Seite 15). Während sich bei den um 12 Uhr gestarteten Frauen zeitweilig sogar die Sonne blicken ließ, mussten die Männer, die eine Stunde später an der Reihe waren, den Wettkampftag so beschließen, wie er begonnen hatte - im Regen.

Kaum eine ruhige Sekunde gönnte sich TriSport-Chef Volkmar Müller, der ständig in Bewegung zu erleben war: "So eine Veranstaltung vorzubereiten und durchzuführen, gleicht einem Riesen-Puzzle, das du zusammensetzen musst. Wenn die Athleten am Ende zufrieden sind, dann ist alles gut." Müller möchte sich auf diesem Wege bei den gut 50 ehrenamtlichen Helfern, der Polizei, der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin-Mitte, dem DRK und dem THW für die tolle Unterstützung bedanken. Der Vereinspräsident könnte nach eigener Aussage jetzt gut eine Woche Urlaub gebrauchen. Er denkt andererseits aber schon wieder an den Schlosstriathlon 2012 - getreu dem Motto: Nach der Veranstaltung ist vor der Veranstaltung."

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