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Dragun/Renzow : Weidmannsheil hat Glück gebracht

vom

Rund 300 Stücke Schwarzwild haben die Jäger des Hegerings Dragun in der vergangenen Saison erlegt, wie Hegeringsvorsitzender Siewert bei der Jahreshauptversammlung der Weidmänner verkündete.

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erstellt am 04.Apr.2011 | 10:15 Uhr

"Weidmannsheil" wünschen sich Jäger und Kenner der Jagdszene - der Spruch bedeutet schlicht weg, dass sie sich Erfolg bei der Jagd wünschen. Das hatten auch die Jäger des Hegerings Dragun in der vergangenen Jagdstrecke, denn beim Schwarzwild konnten rund 300 Stücke erlegt werden, wie Hegeringsvorsitzender Ralf Siewert bei der Jahreshauptversammlung der Weidmänner in Renzow verkündete. Nicht nur für den jahrelangen Jäger ist es selbstverständlich, dass Wald und Wild zusammengehören, sondern auch für die 48 anwesenden Mitglieder des Hegerings.

Aber nicht nur beim Schwarzwild haben die Jäger gute Abschusszahlen in der vergangenen Jagdsaison erreicht, sondern auch beim Rehwild. Wobei die Weidmänner hier oftmals mit Verlusten rechnen müssen, denn immer wieder kommt es an den Bundes- und Landstraßen zu Wildunfällen mit Rehwild. Insgesamt 59 Rehwildtiere kamen während der Jagdstrecke 2010/2011 aufgrund von Verkehrsunfällen ums Leben. "Vielleicht sollte auch einmal darüber nachgedacht werden, ob das Rehwild an den Unfallschwerpunkten besser bejagt werden kann oder muss, um die Unfallzahlen zu minimieren", sagte Ralf Siewert. Die Jägerinnen und Jäger des Hegerings Dragun haben dennoch insgesamt 357 Stücke Rehwild erlegt. Davon waren 182 Böcke und 175 weibliches Rehwild. Die Zahl der Abschüsse im Vergleich zum Vorjahr hat sich nur minimal um ein Tier erhöht.

Nicht nur mit den Problemen und Schwierigkeiten durch verunfallte Tiere haben die Jäger zu kämpfen, sondern auch mit durch Wildtiere verursachte Schäden auf den Feldern von Landwirten, der so genannte Verbiss. "Das gute Verhältnis zwischen dem Jäger und Landwirt sollte auch weiterhin gepflegt werden", sagte der Hegeringsvorsitzende und ermahnte damit seine Weidmänner aus dem Hegering Dragun, weiterhin die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten aufrechtzuerhalten. "Eine rechtzeitige Absprache zur Wildschadensverhinderung zwischen Jägern und Landwirten ist und bleibt absolut notwendig."

Der Hegering Dragun zählt derzeit 63 Mitglieder. Hat aber - ähnlich wie die Freiwilligen Feuerwehren - mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. "Wir haben wenig junge Leute und wenn dann kommen die aus einer Jagdfamilie. Wir müssen aber daran arbeiten, dass auch andere Jugendliche ohne Jagdhintergrund zu uns kommen und einen Jagdschein machen", sagte Ralf Siewert, der seine Weidmänner diesbezüglich ermahnte, weiterhin Nachwuchsjäger die Möglichkeit zu geben, in ihrem Jagdrevier mit Hilfe eines Begehungsscheines ihre Tätigkeit auszuüben. Auch wenn einige Weidmänner aus Altersgründen den Hegering verlassen haben, gelang es den Jägern in den vergangenen Jahren junge Leute nachzuholen, wie Schatzmeister Bodo Volkwein mitteilte: "Jeder sollte auch in seinem Bereich gucken, wo können wir junge Leute engagieren, die vielleicht auch mal einen Jagdschein machen und dann bei uns im Hegering mit aufnehmen können. Das kommt auch unseren Finanzen zu Gute."

Neben einer Bilanz der vergangenen Jagdstrecke berichtete Weidmann Ronald Fass von der Trophäenbewertung. Insgesamt 150 Trophäen hingen an der Tafel. Mit Schüsseltreiben und anschließendem Spielenachmittag mit Skat und Knobeln klang der Tag aus.

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