Wegehobel: Löcher weg - Ärger da

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15. April 2010, 06:48 Uhr

wittenberge | Aufregung in einem Seitenweg der Wahrenberger Straße - und Ärger. Der Ärger ist richtig groß. Siegfried Rieck kann gar nicht fassen, was da vor seiner Tür passiert. Ein Fahrzeug mit einem Wegehobel ist durch die unbefestigten Verbindung Richtung Deich gefahren. "Gucken Sie sich an, wie das jetzt bei uns aussieht", sagt Rieck. Er und andere Bewohner des Fahrweges haben sich deshalb an den "Prignitzer" gewandt.

Was hier geschehen soll, ist unstrittig: Die Kommune hat den Wegehobel geschickt. Mittels dieser Technik sollen die Unebenheiten glatt geschoben werden, damit der Weg wieder besser befahrbar ist. " 90 Prozent der Arbeit ist doch umsonst, wenn ich sehe, was dabei heraus kommt", ärgert sich Rieck. Nachdem der Wegehobel durchgefahren ist, ist die bis dahin feste Sanddecke Zentimeter tief aufgelockert. Die teils sehr tiefen Löcher sind allerdings verschwunden. Siegfried Rieck hält von dieser Art der Wegsanierung nichts. "Wenn es jetzt noch regnet, haben wir Morast vor dem Grundstück", sagt er. Lieber wäre es ihm, wenn die Stadt Recyclingmaterial zur Verfügung stellen würde. "Ich könnte mir vorstellen, dass auch die Gärtnerei mitmachen würde, wenn es darum geht, Wegstücke zu befestigen", sagt der Anwohner.

Bei allem lobenswertem Eifer, auch eine Befestigung müsse professionell beispielsweise auch mit dem Einbau einer Kiesschicht gemacht werden, sonst erreiche man das Gegenteil, reagiert der Chef des städtischen Bauamtes, Hubert Mackel. Das Bauamt lässt einmal im Jahr eine Vielzahl der unbefestigten Straßen und Weg von Wittenberge mit einem Wegehobel schieben, damit die tiefen Löcher in den Fahrbahnen ausgeglichen werden. 40 Stecken sind zu schieben. "Wir wissen, dass mit dem Hobeln kein Idealzustand zu erreichen ist, aber die Befahrbarkeit wird besser", sagt Mackel. Denn nach dem Schieben werde das Erdreich ja noch einmal verfestigt. Das ist übrigens auch in dem besagten Nebenweg der Wahrenberger Straße geschehen. Der Traktorfahrer rollte noch mehrfach durch den Weg. Dessen Zustand wurde besser, so richtig gut war es trotzdem nicht. Mackel verspricht, sich wegen der Bürgerkritik mit dem Betriebshof als dem Ausführenden in Verbindung zu setzten. "Bei derartigen Arbeiten ist viel Augenmaß notwendig. Es kommt auch auf die richtige Witterung an", verdeutlicht Mackel Probleme.

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