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WC am Bahnhof der Kreisstadt immer noch zu : WC-Streit: Güstrow lernt von Bützow

vom

Während der Streit zwischen der Stadt Güstrow und der Deutschen Bahn AG um die öffentliche Toilette am Güstrower Bahnhof weitergeht, bleibt die Toilette weiter dicht.

svz.de von
erstellt am 25.Mär.2011 | 08:21 Uhr

Güstrow/Bützow | Der Streit zwischen der Stadt Güstrow und der Deutschen Bahn AG um die öffentliche Toilette am Güstrower Bahnhof schwelt ohne Lösung weiter. "Die Toilette ist weiter dicht", sagt Andreas Brunotte, stellvertretender Bürgermeister. Und das nun schon seit fast einem Jahr, weil die Stadt die Betreiberkosten nicht mehr tragen will (SVZ berichtete). An einer wirklichen Lösung scheint die Stadt nicht mehr interessiert.

Doch nun könnte wieder Bewegung in die Sache kommen, allerdings von Bützow aus. Auch am dortigen Bahnhof ist die hochmoderne Toilette seit Oktober 2010 geschlossen, weil die Stadt die hohen Kosten nicht mehr tragen wollte. Mit der Deutschen Bahn hat man sich jetzt jedoch für ein Jahr auf einen Kompromiss geeinigt. Die Stadt erklärte sich bereit, einen Eigenanteil an den Bewirtschaftungskosten zu übernehmen. "Es sind insgesamt 8200 Euro und damit rund 50 Prozent der Summe, die bisher dafür im Haushalt eingestellt war", erklärt Bürgermeister Sebastian Constien. In den Kosten seien bereits 1000 Euro enthalten, die die Stadt maximal für Vandalismusschäden aufbringen muss. Parallel werde nach weiteren Möglichkeiten gesucht, den Kostenanteil der Stadt für die Bewirtschaftung weiter zu minimieren.

"Eine interessante Variante", sagt Andreas Brunotte. Bei dem jetzt halbierten Preis müsse man sich jedoch fragen, ob man bisher nicht zu viel bezahlt habe. Er will sich jetzt bei den Bützowern informieren, um sich über die weitere Vorgehensweise der Barlachstadt Güstrow klar zu werden.

Um das Güstrower Bahnhofsklo war vergangenes Jahr ein Streit über unterschiedliche Rechtsauffassungen zwischen der Stadt Güstrow und der Deutschen Bahn entbrannt. Laut DB liege die Betreiberverantwortung in den Händen der Stadt. 18 000 Euro kostete die Stadt die Unterhaltung der Toilette im Jahr. Aufgrund der angespannten Haushaltslage stoppte Güstrow dieses Geld. Denn: Das Klo gehöre der DB, die sei dafür verantwortlich auf ihrem Gelände entsprechende Angebote für ihre Kunden vorzuhalten, so die Position der Stadt. Die DB AG drohte daraufhin eine gerichtliche Klärung an. "Es wurde bisher aber noch keine Klage eingereicht", sagt Brunotte.


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