Wasserverbrauch enorm gestiegen

Wasserwerk Rehna. <foto>sabrina panknin</foto>
Wasserwerk Rehna. sabrina panknin

svz.de von
12. Juli 2010, 09:53 Uhr

Gadebusch | Nach Hoch "Yari" sorgt jetzt Hochdruckgebiet "Zadok" für Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke. Wer denkt da nicht unentwegt an kühles, frisches Wasser - am besten direkt aus der Leitung. Aus diesem Grund verwundert es nicht, dass der Wasserverbrauch in Gadebusch und Umgebung in den vergangenen Wochen enorm gestiegen ist. Seitdem das Quecksilber immer häufiger über 30 Grad schnellt, ist die Wasserförderung um 40 Prozent gestiegen, teilt der Zweckverband Radegast mit. Der durchschnittliche Tagesverbrauch an Trinkwasser liegt in Gadebusch und Umgebung bei 3800 Kubikmetern. "Derzeit geben wir 5000 bis 5500 Kubikmeter Wasser pro Tag raus. Das ist eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Durchschnitt", sagt Dirk Fröhling, technischer Leiter des Zweckverbandes. Zum Vergleich: Im Juli 2009 hat der Zweckverband täglich rund 1000 Kubikmeter Wasser weniger rausgegeben.

Noch vor wenigen Wochen war der Wasserverbrauch relativ normal. "Bis Juni war der Verbrauch konstant gewesen. Erst jetzt stieg der Verbrauch an", sagt die kaufmännische Leiterin des Zweckverbandes, Claudia Westphal. Bei diesen Temperaturen ist das kein Wunder. Da wird viel mehr getrunken, geduscht und auch der Rasen muss häufiger gesprengt werden.

Gefördert wird das Grundwasser, je nach Wasserwerk, aus einer Tiefe zwischen 100 und 140 Metern. "Alles, was wir fördern können, geben wir auch gleich raus", erklärt Fröhling. Im Rehnaer Wasserwerk wird die kalte Erfrischung aufbereitet und gefiltert, bevor es den Endverbraucher erreicht, das heißt, dass das Grundwasser von Eisen und Mangan befreit wird. Aus diesem Grund gibt es im Wasserwerk zwei Wasserhähne - einen für das Rohwasser, das noch nicht gefilter wurde und einen für das Reinwasser.

In der kommenden Woche sollen die Temperaturen weiterhin über 30 Grad bleiben - dann wird wohl auch der Wasserverbrauch weiterhin höher sein, als es noch vor ein paar Wochen der Fall war. Dennoch brauchen sich die Verbraucher keine Sorgen machen, dass bald kein Wasser mehr da ist, denn von Engpässen in der Wasserversorgung geht der Zweckverband Radegast nicht aus. "Wir können Wasser verbrauchen, so viel wir wollen. Darüber sind wir sehr froh", sagt Claudia Westphal. Der Zweckverband Radegast versorgt die Städte Rehna und Gadebusch sowie deren Gemeinden mit Wasser.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen