Wasserschlacht in der Polizeiwache

<strong>In Grabow und in Ludwigslust </strong>so wie bei den restlichen Wehren im Landkreis kamen alle Fahrzeuge und über 100 Kameraden zum Einsatz.
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In Grabow und in Ludwigslust so wie bei den restlichen Wehren im Landkreis kamen alle Fahrzeuge und über 100 Kameraden zum Einsatz.

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16. August 2010, 05:03 Uhr

Ludwigslust/Hagenow | Andauernder Regen hat am Sonntag Abend und auch in den gestrigen Morgenstunden in Teilen des Landkreises Feuerwehr und Polizei auf Trab gehalten. Keller liefen voll Wasser, Straßen wurden überflutet und an Elde und Elbe mussten sogar Zeltlager geräumt werden. An mehreren Orten fielen binnen 24 Stunden mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter - das war etwa so viel wie normalerweise im ganzen Monat Juli. Nordostwärts ziehende Gewitter sorgten auch gestern stellenweise noch für Starkregen zwischen zehn und 25 Liter pro Quadratmeter und Stunde.

Fast 50 Einsätze fuhren allein die Feuerwehren in Landkreis Ludwigslust. In der Barockstadt mussten zahlreiche Keller leer gepumpt werden. Selbst bei der Polizeiwache in Ludwigslust mussten die Kameraden anrücken, nachdem die Gullys der Straße hoffnungslos überfordert waren.

"Wir hatten noch Glück und sind mit einem blauen Auge davongekommen", beschreibt Gilbert Küchler als amtierender Inspektionsleiter die Wasserschlacht. Über eine Dreiviertelstunde pumpte die Feuerwehr Wasser aus dem Tiefgaragenkomplex. "Die Räder der Einsatzfahrzeuge standen bereits zur Hälfte im Wasser", berichtet der Polizeihauptkommissar weiter. Doch seien zum Glück keine irreparablen Schäden an Technik und Ausrüstung entstanden, schätzte der Beamte gestern ein.

In Grabow waren gleich zwei der drei Unterführungen vollgelaufen. Auch ein Pkw, der einen der Tunnel mutig durchfahren wollte, blieb im hohen Wasser stehen.

In Wittenburg, so informierte die Feuerwehr, war die Rosenstraße überschwemmt und auf der Bundesstraße 5 bei Kloddram musste ein umgestürzter Baum durch die Feuerwehr von der Straße entfernt werden. Auch der Warlitzer Bürgermeister Peter Holm berichtete von starkem Regen im Dorf - pro Quadratmeter fielen 46 Liter. Ansonsten, so war vom Polizeirevier Hagenow zu erfahren, ist unsere Region relativ unbeschadet davon gekommen.

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