Kloster Tempzin : Wasser soll wieder fließen

Zwischen Klosterkirche (l.) und Warmhaus (r.) befindet sich der noch ungenutzte Brunnen  aus mittelalterlicher Zeit. Roswitha Spöhr (2)
1 von 2
Zwischen Klosterkirche (l.) und Warmhaus (r.) befindet sich der noch ungenutzte Brunnen aus mittelalterlicher Zeit. Roswitha Spöhr (2)

Seit Jahrzehnten wird der Brunnen aus mittelalterlicher Zeit auf dem Gelände des Klosters nicht mehr genutzt. Es kommt kein Wasser mehr an. Ihn wieder zu beleben gehört zu den Zielen des Vereins Pilger Kloster Tempzin.

von
09. Mai 2011, 06:47 Uhr

Tempzin | Seit Jahrzehnten wird der Brunnen aus mittelalterlicher Zeit auf dem Gelände des Antoniter Klosters in Tempzin nicht mehr genutzt. Es kommt kein Wasser mehr an. Ihn wieder zu beleben gehört seit Jahren zu den Zielen des Vereins Pilger Kloster Tempzin. "Er ist für die Gründung des Klosters von großer Bedeutung. Ohne das Wasser an dieser Stelle hätte es hier keine Klostergründung gegeben", sagte Pastor Joachim Anders vom Verein. "Wasser und Quelle haben auch Symbolkraft in der Bibel als Labsal für den Leib und Stille für die Seele. Die Sanierung des Brunnens gehört zwingend zur Wiederbelebung des Ortes", machte er deutlich.

So wie alle Angebote des Vereins öffentlich sind, wollen er und seine Frau Magdalene Anders auch das neue Vorhaben, wenn es umgesetzt ist, als ein öffentliches verstanden wissen. Gemeinsam mit Kurt-Wido Borchard, Architekt i. R., stellten sie das Brunnenmodell deshalb auch auf der Gemeindevertretersitzung in Zahrensdorf vor. Aus der Grundidee, den Brunnen zu sanieren, habe sich eine erweiterte Planung ergeben, erklärte Borchard. Der kleine massive Schuppen aus den 50er-Jahren soll abgerissen werden und an dessen Stelle eine kleine Kapelle entstehen. Für den Brunnen benannte Borchard drei Varianten: ein Brunnenhaus mit kleinem Dachreiter, ein Brunnen mit einem Zaun ringsherum, der sich zur Kapelle öffnet, und ein Brunnen mit Bänken und einer Mauer zum Sitzen. Welche der Varianten verwirklicht wird, sei noch offen, so der Planer. Denn vorweg müsse die Sanierung erfolgen. "Als erstes wird die ursprüngliche Zuleitung freigelegt. Es muss wieder Wasser fließen", erklärte Pastor Joachim Anders. Was wie vieles andere auch in Eigenleistung erfolgen soll. "Wenn wir viele Leute haben und vielleicht auch aus dem Umfeld noch welche mithelfen...", lud er ein und verwies auf die in dieser Woche wieder stattfindende "ora-et-labora-Woche" auf dem Klostergelände. Befürchtungen, dass durch die Wiederbelebung des Brunnens in anderen im Ort das Wasser versiege, versuchte Joachim Anders auszuräumen. Der auf dem Klostergelände sei die letzte Station, in der das Wasser über ein Röhrensystem ankomme. Aus Gesprächen wisse er, dass dort, wo Brunnen und Pumpen aktiv seien, jetzt sogar noch Wasser in einen Graben laufe. Es sei also genug Wasser da. "Bei allen Varianten wird natürlich auch an die Sicherheit der Kinder gedacht, damit sie nicht ins Wasser fallen können", erklärte er. Und betonte, dass die öffentliche Zuwegung, die über das Klostergelände führt, von dem Vorhaben unberührt bleibt. Er machte aber deutlich, dass der Weg nicht für den Durchgangsverkehr, sondern für Anwohner und Einsatzfahrzeuge offen sei.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen