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Güstrow : Wasser gut in Badeseen im Landkreis

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60 Badestellen weist eine Auflistung des Gesundheitsamtes im Landkreis Güstrow auf. Damiti st der Kreis gut bestückt, um Badefreuden genießen zu können. Zumal die Wasserqualität gut bis sehr gut ist.

svz.de von
erstellt am 08.Mär.2011 | 11:23 Uhr

Minustemperaturen und unwirtlicher schneidiger Wind in den letzten Tagen lassen beim Gedanken an die Badesaison frösteln; passionierte Eisbader freilich ausgenommen. Doch in den Gemeinden und Behörden wird die Badezeit schon jetzt vorbereitet.

60 so genannter offizieller Badestellen weist eine Auflistung des Gesundheitsamtes im Landkreis Güstrow aktuell auf. Damit sind wir recht gut bestückt, um Badefreuden naturnah genießen zu können. Zumal ausnahmslos die Wasserqualität gut bis sehr gut sei, wie Sylvia Krause, Sachgebietsleiterin beim Gesundheitsamt, weiß. 18 Badestellen im Landkreis sind sogar an die EU gemeldet. Mit einem Vermerk in der EU-Landkarte werden sie somit europaweit als touristisch besonders wichtig ausgewiesen. Wadehäng, Jörnberg, Campingplatz, Neu Zietlitz - gleich viermal ist da der Krakower See verzeichnet. Auch aus Sicht des Gesundheitsamtes nicht umsonst ergattert der Jörnberg als einzige Badestelle im Landkreis Güstrow regelmäßig Jahr für Jahr die Blaue Flagge.

Die aktuelle Auflistung der Badestellen muss aber noch nicht vollständig sein. "Sie ist zunächst identisch der vom vergangenen Jahr. Aber es ist ja möglich, dass eine Stelle kaum noch frequentiert wird", schränkt Krause ein, "oder umgekehrt gibt es vielleicht welche, von denen wir nicht wissen, dass sie rege genutzt werden." Bis zum 15. März kann jedermann noch solche Anregungen geben.

Zustand der Badestellen - zumeist Sache der Badegäste

Zehn Tage vor dem offiziellen Saisonbeginn, den die Behörde auf den 20. Mai festlegt, werden an den ausgewiesenen Badestellen erstmals Wasserproben genommen, Temperatur, Geruch, Färbung, Sichttiefe festgestellt. Im Labor, bei der mikrobiologischen Untersuchung, werden Fäkalkeime und andere eventuelle Verunreinigungen aufgespürt. Im monatlichen Abstand bis in den September erfolgen die Proben. Die Kosten dafür hat der Betreiber - in der Regel also die Gemeinde - zu tragen.

Größere Auffälligkeiten seien in unserer Region selten. So habe man vergangenes Jahr nirgendwo im Landkreis einen Badestelle sperren müssen, sagt Sylvia Krause. Hier und da sei es mit einem Warnhinweis getan, wo etwa Cyano-Bakterien gehäuft auftreten. Ein Problem, das in flachen Gewässern bei starker Sonneneinstrahlung auftreten kann. Diese Blaualgen , die im Jahr 2009 mehr Sorgen bereiteten, könnten Hautreizungen auslösen, Magen-Darm-Probleme beim Verschlucken verursachen und auch die Schleimhäute angreifen, erklärt die Hygiene-Expertin.

In die Beobachtung der Badestellen fließen aber ebenso Beschwerden von Badegästen ein. Herumliegender Unrat, illegale Feuerstätten, Wilderei an der Natur, überquellende Abfallbehälter, Vandalismus - das mögliche Spektrum sei groß. Sylvia Krauses Erfahrung: "Wennjemand unzufrieden ist, waren fast immer Badegäste die Verursacher. Ein Badesteg geht ja nicht von allein kaputt, von Altersschwäche einmal abgesehen." Ihr bleibe nur der Appell an jeden, die Badestelle ordentlich zu verlassen. Und um Verständnis für die Gemeinden zu bitten, wenn die vielleicht nicht immer gleich hinterherkommen. "Der Gemeindearbeiter kann ja am Montag nicht überall zugleich sein. Wenn zum Beispiel Gülzow-Prüzen sieben Badestellen im Gemeindegebiet hat, kann es schon mal eng werden mit dem Aufräumen." Trotzdem sei man für Bürgerhinweise natürlich dankbar, wenn irgendwo etwas im Argen liegt. Die Zusammenarbeit der Gemeinden mit ihrer Behörde jedenfalls, weiß die Landkreis-Mitarbeiterin, sei unproblematisch und gut.

Am 10. September ziehen Sylvia Krauses Mitarbeiter die letzten Wasserproben von den Badestellen. "Danach ist offiziell Schluss, egal, wie sich das Wetter dann noch entwickelt."

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