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Sternberg: Es müssten keine teuren Glasscheiben sein : Warten auf Bus weiter ungemütlich

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Bei schönem Wetter brauchten Wartende an der Bushaltestelle gar keine Überdachung. Regnet es dann aber doch mal kräftig, reicht selten Schutz nur von oben - wie in der Sternberger Bahnhofstraße.

svz.de von
erstellt am 17.Jun.2011 | 10:13 Uhr

Sternberg | Bei Schönwetter brauchten Wartende an der Bushaltestelle gar keine Überdachung. Regnet es dann aber kräftig, reicht selten Schutz nur von oben - wie in der Sternberger Bahnhofstraße. Schon seit langer Zeit stehen dort nackte Gerüste mit Dach und Busreisende im wahrsten Sinne des Wortes im Regen, wenn der Wind etwas stärker weht. Das ging jetzt auch Ursula Schwarz wieder so. "Ich musste nach Schwerin und war diesmal auf den Bus angewiesen. Doch an der Haltestelle wurde der Regen vom Wind durchgefegt und ich klitschnass", ärgert sich die Sternbergerin.

Schon im Februar hatte sie in der SVZ diesen Zustand beklagt, nachdem ihr Anruf im Sternberger Rathaus ohne Reaktion geblieben war. Die Seniorin fuhr zu der Zeit regelmäßig mit dem Bus nach Schwerin, um ihren Mann im Krankenhaus zu besuchen. Da sei zur Nässe noch die Kälte hinzugekommen. Sie habe fürchterlich gefroren und eine ordentliche Erkältung bekommen. "Ich brauchte seitdem längere Zeit nicht mit dem Bus zu fahren und hatte nicht mehr daran gedacht. Doch bei dem Regenguss in dieser Woche wurde es wieder richtig ungemütlich", sagt Ursula Schwarz.

Es müssten keine teuren Glasscheiben sein, die leider zu oft blinder Zerstörungswut zum Opfer fallen würden. "Hauptsache, man ist von der Seite geschützt. So wie in den Dörfern auf dem Wege nach Schwerin; ich habe darauf geachtet, da gibt es überall Wartehäuschen. Und wenn die noch so klein sind, bieten sie doch ausreichend Schutz", meint die Rentnerin. Auch am Sternberger Mecklenburgring und in der Seestraße stehen gemauerte Unterstände.

Bürgermeister Jochen Quandt kennt den Zustand der Haltestelle in der Bahnhofstraße ebenfalls, wie er schon bei der SVZ-Anfrage im Februar bestätigte. Bis Ende April, so versprach er, sollte die Reparatur erfolgen, mit Trapezblech oder ähnlichem Material, das "Vandalismus weitgehend stand hält". Was den Termin betrifft, sei er zu optimistisch gewesen, räumte der Verwaltungschef gestern auf erneute Nachfrage ein. "Doch in Vergessenheit war die Sache nicht geraten. Sie zog sich aber doch länger als gedacht. Wir haben mehrere Angebote eingeholt und den Auftrag an die Metallbau-Firma Hecht aus Dabel vergeben", so Quandt. Denn Glasscheiben sollten nicht wieder eingesetzt werden. Das Material ist bestellt, bestätigt Joachim Hecht, doch die Lieferzeit liege bei vier, fünf Wochen. "Darauf habe ich keinen Einfluss", so Hecht. Es handele sich um stabile Kunststoffplatten, die beidseitig beschichtet und erst bei Bestellung angefertigt werden. Anfang Juli soll einer der beiden Unterstände mit Seitenteilen versehen sein.

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