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18. November 2017 | 13:26 Uhr

Wariner Tafelstreit ist beendet

vom

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2010 | 06:53 Uhr

Warin/Sternberg | Der Streit um die Gründung einer Tafel in Warin ist beendet. Damit ist eine wochenlange Diskussion zwischen den bestehenden Tafeln in Sternberg und Bützow, dem Landesverband MV und den Initiatoren in Warin beigelegt. Das Ergebnis: In Warin wird es eine Tafel geben. Ein Kooperationsvertrag soll zukünftig die Aufteilung der Supermärkte in der Stadt regeln. "Wir haben eine kameradschaftliche Zusammenarbeit vereinbart", erklärt Andreas Spriewald, Mitglied der Wariner Tafel. Der Jurist wird den Kooperationsvertrag aufsetzen. Die Hauptforderung der Wariner Helfer, den "Tourismus der Lebensmittel" zu unterbinden, ist damit erfüllt.

Die Sternberger Tafel wird sich demnach aus Warin zurückziehen. Bislang haben die Sternberger Helfer dort aus drei Supermärkten Nahrungsmittel abgeholt. Die gehen jetzt an die Wariner Tafel. Im Gegenzug werden die Bedürftgen von dort nicht mehr in Sternberg mit Lebensmitteln versorgt. "Es wird sich zeigen, wie es weitergeht", sagt Bruno Pischel. Der Vorsitzende der Sternberger Tafel will nun erst einmal abwarten, bis der Vertrag vorliegt.

Für die Bützower Tafel hingegen ändert sich nichts. "Wir haben uns darauf verständigt, dass sie ihre Bezugsquellen behalten", sagt Andreas Spriewald. Dabei geht es um zwei Supermärkte in Neukloster. Aus Bützow war im Vorfeld der größte Protest gegen die Gründung einer Tafel in Warin gekommen. Harry Eichstädt hatte dies strikt abgelehnt und auf den Bestandsschutz seiner Tafel verwiesen. (SVZ berichtete). Eichstädt betonte zudem, dass seine Tafel schon jetzt Probleme habe, ausreichend Lebensmittel für die Bedürftigen zu beschaffen und das sich dieses Problem mit der Konkurrenz in der Nachbarschaft verschärfen würde. "Mit der Einigung erkennen sie die Wariner Tafel an", sagt Andreas Spriewald. "Es kann nicht sein, dass man in einem Radius von 20 Kilometern Lebensmittel aus dem Ort rauszieht und die Wariner hinterherfahren." Spriewald erklärte, dass er sich einen Austausch von Personal und Technik vorstellen könnte. Ebenso, dass Überschüsse zwischen den Tafeln getauscht werden könnten. Nun wollen die Wariner Helfer die Märkte im Ort anschreiben und ihr Anliegen vorstellen, denn im Februar soll es losgehen. Knapp vier Monate nach der Gründung der Tafel im Oktober vergangenen Jahres. Zudem hat der Verein Räume für die Ausgabestelle angemietet. Mit der Volkssolidarität wurde ein Mietvertrag unterschrieben. Auf 75 Quadratmetern im Gebäude der Vereinswäscherei, Am Kirchtor 3, werden Lebensmittel gelagert, sortiert und ausgegeben. "Die Lage ist optimal", sagt Voreinsvorsitzender Mirko Krause. "Wir haben einen separaten Eingang, Parkplätze und das Haus liegt nicht so präsent." Das hätte möglicherweise Bedürftige abgeschreckt. Das Inventar sei durch Sponsoren bereitgestellt worden.

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