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Warin: Schub bei neuen Kita-Plätzen

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Warin/Sternberg | Schub bei den Kita-Plätzen in Warin. Im kommenden Jahr stehen voraussichtlich 50 Plätze mehr als bisher in Krippe, Kindergarten und Hort zur Verfügung. Die Diakonie-Kita will im ersten Quartal eine größere Einrichtung eröffnen. Werden am alten Standort im Ortsteil Klein Labenz 19 Kinder betreut, so sollen es am neuen, in der bisherigen Grundschule in Warin, 70 werden.

Da beginne wohl jetzt das Abwerben, äußerte sich gestern eine Mitarbeiterin der einzigen Kita in der Stadt, die in Trägerschaft der Volkssolidarität (VS) ist. Diese Einrichtung verfügt über 140 Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze, die vollständig ausgelastet sind. Die Zentrale des VS-Kreisverbandes Mecklenburg-Mitte in Güstrow bleibt gelassen. "Seit Bestehen des Vereins leben wir mit Konkurrenz", sagt Geschäftsführerin Barbara Schäfer. Für die Kinder könne man sich freuen, wenn sie unter mehreren Einrichtungen wählen können.

Marianne Moll, Geschäftsführerin des in Grevesmühlen ansässigen Diakoniewerks nördliches Mecklenburg, macht sich keine Sorgen über die Belegung der 50 zusätzlichen Plätze in Warin. Sie seien in der Jugendhilfeplanung des Landkreises Nordwestmecklenburg bestätigt. "Wenn es ein Überangebot gewesen wäre", hätte der Landkreis nicht zugestimmt", so Moll.

Auch im Amt Sternberger Seenlandschaft müssen sich Eltern keine Sorgen machen, dass sie ihren Nachwuchs unterbringen. Zwischen Witzin und Brüel gibt es derzeit 116 Krippen- und 342 Kindergartenplätze, so Jochen Quandt, Verwaltungschef im Sternberger Rathaus. "Bei Kindergarten und Krippe können wir derzeit alle Anträge auf eine bedarfsgerechte Betreuung sichern." In Sternberg wurde das Angebot erst kürzlich um neue Plätze in Krippe und Kindergarten erweitert.

Die Schaffung neuer Kita-Plätze sei höchstens noch lokal ein Thema, erklärte gestern Rüdiger Ewald, Sprecher des Sozialministeriums von Mecklenburg-Vorpommern gegenüber SVZ.

Rund 93 000 Mädchen und Jungen besuchen hierzulande eine Kita. Etwa jedes zweite Kind geht in die Krippe. Von den Drei- bis Sechsjährigen in Mecklenburg-Vorpommern werden 95 Prozent betreut. "Das ist eine extrem hohe Zahl", zumal es keinen Kita-Zwang gebe, so der Ministeriumssprecher. "Was wir genauso brauchen, ist qualifiziertes Personal", meint Ewald.

"Wir haben zu viele Frauen, wir müssen mehr Männer haben," sieht Diakonie-Geschäftsführerin Marianne Moll dabei eine Richtung für die Zukunft. In den acht Kindertagesstätten unter ihrer Trägerschaft arbeiten gerade einmal drei bis vier Männer. Und keiner davon leitet ein Team.

Für die vergrößerte Kita in Warin gebe es übrigens schon einige Bewerbungen aus der Region, so Moll."Gute Erzieher versuchen wir uns warm zu halten."

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erstellt am 02.Aug.2010 | 07:16 Uhr

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