Verkehrsüberwachung in Ludwigslust : Wachsame Augen modernisieren

Die Kreuzung Groß Laasch ist ein Gefahrenschwerpunkt, der  künftig noch besser überwacht werden soll. Harald Schulz
1 von 3
Die Kreuzung Groß Laasch ist ein Gefahrenschwerpunkt, der künftig noch besser überwacht werden soll. Harald Schulz

Was die Männer in den Messwagen alles so erleben, darüber könnte Manfred Sprinz von der Verkehrsüberwachung im Landratsamt Ludwigslust ganze Bücher schreiben - wohl alles Bestseller.

von
27. Dezember 2010, 11:23 Uhr

Der Fachdienstleiter berichtet von übelsten Beschimpfungen, sogar Handgreiflich sei ein Autofahrer geworden, nach dem er festgestellt habe, dass er viel zu schnell unterwegs war.

Es gibt aber auch die anderen Schnellfahrer, die einsichtigen, die aus einem Lichtbild und dem Messergebnis aus einer Geschwindigkeitsmessanlage anhaltende Lehren ziehen, kennt Sprinz auch die andere, positive Seite der Medaille. "Dass wir mit stationären wie mobilen Anlagen den fließenden Straßenverkehr überwachen, das hat einen Grund. Im Landkreis Ludwigslust gibt es zahlreiche Unfallschwerpunkte, jedoch keine Hitliste. Vielleicht ragen die Kreuzungen bei Groß Laasch und innerorts von Ludwigslust, wo sich die B 191 und B 106 mit der B5 treffen, heraus", schätzt Sprinz ein.

Trotzdem geben die aktuellen Zahlen dem Fachdienstleiter recht mit der Forderung, die Verkehrssicherheit auch mit dem Kontrollelement Verkehrs- und Abstandmessung weiter zu verbessern: Waren es im Jahre 2009 noch rund 2,7 Millionen Euro, die durch Geschwindigkeitsmessungen in die Kreiskasse gespült wurden, so wird sich die Summe bis Ende diesen Jahres wohl auf drei Millionen Euro summieren, schaut Sprinz in einer seiner vielen Statistiken.

Die Geräte für die Messungen werden alle im Leasingverfahren angeschafft. Das spare Reparaturkosten und garantiere die modernste Ausstattung, die nach Haushaltslage möglich sei. Die vier stationären Blitzer im Kreisgebiet gehören sicherlich nicht zu den modernsten Geräten, zeigen an Unfallschwerpunkten aber Wirkung. Die Mitarbeiter, die mit den beiden Messwagen im Schichtbetrieb mit Laser- und Radargeräten unterwegs sind, werden wohl auch künftig mehr als ihnen lieb ist, unterwegs sein. Die zweimal im Jahr stattfindenden Beratungen von Polizei und Kreisverwaltung im Rahmen der Verkehrsunfallkommission zeigen aber auch, dass modernisiert und optimiert werden müsse. "Zu schnell fahren oder mit zu dichten Abstand dem Vordermann folgen, sind keine Kavaliersdelikte. Damit werden Unfälle heraufbeschworen und andere Verkehrsteilnehmer genötigt", lautet eine weitere Begründung für Geschwindigkeitskontrollen von Sprinz.

Das kann nach Einführung der neuen Bußgeldkataloges sehr schnell sehr teuer werden. Ab 10 Euro Verwarngeld geht es los und die Schwelle zum Bußgeld mit Verkehrssünderpunkten oder gar Fahrverbot ist schneller überschritten, als mancher im voraus eine Strafe fürs Rasen einkalkuliert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen