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Güstrow und Bad Doberan: Namensfindung für neuen Großkreis : Vorwärts in die Vergangenheit: ROS?

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Welchen Namen soll der neue Landkreis bekommen, der per Gebietsreform aus den Kreisen Güstrow und Bad Doberan am 4.9. gebildet wird? Jetzt kommt Bewegung in die Debatte.

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erstellt am 03.Mär.2011 | 10:54 Uhr

Welchen Namen soll der neue Landkreis bekommen, der per Gebietsreform aus den Kreisen Güstrow und Bad Doberan am 4. September gebildet wird? Jetzt kommt Bewegung in die (bisher eher laue) Debatte. Die Bewerbungsphase ist abgelaufen, es geht in den Vorausscheid. In beiden Landkreisen haben Bürger Namensvorschläge bis zum Ablauf der bis Ende Februar gesetzten Frist eingereicht. Dabei kristallisiert sich im Landkreis Bad Doberan ein Altbekannter als Favorit heraus: "Landkreis Rostock" oder auch, von den Linken favorisiert, "Rostock Land". Autobesitzer im früheren, viel kleineren Landkreis Rostock, die ihren fahrbaren Untersatz in den vergangenen 17 Jahren nicht erneuerten, müssten dies somit auch nach der zweiten Kreisreform nicht. Das alte "ROS" wäre das logische "neue" Kürzel für ihr betagtes Auto.

"Natürlich ist Rostock das Oberzentrum, das jeder kennt. Aber ich hätte lieber etwas Identitätsstiftendes", ist das für Holger Anders von der Güstrower FDP-Kreisfraktion noch nicht der Stein des Weisen, wohl wissend, dass seine Doberaner Parteifreunde mit hinter "Rostock" stehen. Seine Fraktion habe sich zur Namensfrage aber noch nicht besprochen.

Auch bei Güstrows Kreistagspräsidentin, Ilka Lochner-Borst (CDU), stößt dieser, auch von ihren Parteifreunden in Bad Doberan getragene Gedanke, auf wenig Gegenliebe. "Das wäre für Teterower oder Krakower schwer vermittelbar." Lochner-Borst, deren eigene Fraktion sich noch nicht mit der Namensgebung befasst habe, möchte, dass sich "beide, Doberan und Güstrow, wiederfinden". Ihr Beispiel: "Mecklenburger Ostseeland" oder "Mecklenburgische Ostseeküste". Da fänden sich beide aktuellen Landkreise wieder, und zugleich wäre das überregional werbewirksam. Lochner-Borst: "Es dürfte jedenfalls beiden klar sein, dass der neue Kreis weder Bad Doberan noch Güstrow heißen kann."

Eine Meinung, die die Doberaner SPD gar nicht teilt, im Gegenteil. Nachdem der Kampf um den Kreissitz verloren gegangen sei, wolle man laut einer Presseerklärung nun wenigstens den Namen retten: "Bad Doberan".

Genau andersherum spitzt Hans-Uwe Tessenow zu, der für die CDU in den Landtag möchte: "Güstrow", lautet seine Forderung. Der Vorschlag "Rostock" sei sehr gut für die Marketingstrategen in der Hansestadt, doch "wir fielen dann im wahrsten Sinne hinten runter".

Da liegt der CDU-Mann auf gleicher Welle wie die SPD-Fraktion im Güstrower Kreistag. Die habe sich bereits auf "Güstrow" geeinigt. Hans-Georg Schörner: "Schön wäre aber schon eine einvernehmliche Lösung. Am Ende hat es der Wähler in der Hand."

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