Vorsicht, Obst!

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13. Oktober 2008, 05:54 Uhr

Berlin - Obst und Gemüse im deutschen Handel sind weiter stark mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Besonders bei Tomaten, Kopfsalat, Erdbeeren und Äpfeln wurden 2007 viele und teils auch hohe Rückstände gefunden. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gestern in Berlin mitteilte, waren bei einigen Proben die Belastungen so hoch, dass „bei einmaligem Verzehr gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht auszuschließen sind“. Über den gesetzlich vorgeschriebenen Höchstmengen lagen bei Kopfsalat zehn Prozent, bei Erdbeeren rund drei Prozent der Proben. Bei Äpfeln hätten sich die Überschreitungen der Höchstmengen im Vergleich zu 2004 halbiert und zwar auf 7,3 Prozent.

Vergleichsweise gut schnitten laut Bundesamt deutsche Äpfel ab, bei denen nur in 2,3 Prozent die Höchstmenge an Pestiziden überschritten worden sei. Insgesamt seien aber bei 87 Prozent der kontrollierten Äpfel Reste von Pflanzenschutzmitteln gefunden worden – wenn auch oft nur in sehr geringen Mengen. Besonders betroffen waren Früchte aus Südamerika. Auch bei 80 Prozent der kontrollierten Tomaten habe man Rückstände gefunden, meistens aber unter den gesetzlichen Höchstwerten. Sorgen bereite allerdings, dass 54 Prozent der Proben mehrfach belastet waren. In alkoholfreien Erfrischungsgetränken und Säften haben die Verbraucherschützer außerdem in geringer Konzentration das krebserregende Benzol gefunden.

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