Vorsicht an der Haustür

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08. Juli 2008, 07:34 Uhr

Sternberg - Die Sternberger Seniorin antwortet dem fremden Mann vor ihrer Haustür auf alle seine Fragen, auch auf die nach ihren Personalien. Als er nach den Bankdaten fragt, wird sie allerdings stutzig. „Die Frau hat dann aber, ohne dass sie es weiß, ein Papierstück unterschrieben, das sich im Nachhinein als ein Abo für eine Fernsehzeitschrift herausstellte“, sagt Uwe Mathews, Leiter des Sternberger Polizeireviers. Die Beamten ermitteln jetzt wegen einer Betrugshandlung.

Aufgeflogen ist das falsche Spiel, das sich am Montag zwischen 18.30 und 19 Uhr in der Karl-Marx-Straße ereignete, weil der Lebensgefährte der Seniorin sich den von dem jungen Mann hinterlassenen Zettel genauer angesehen hat. Dabei stellte sich dann leider heraus, dass die Frau auf einen Betrüger hereingefallen ist, so der Revierleiter. Und er befürchtet, dass es schwer sein wird, jetzt von dem Widerrufsrecht Gebrauch zu machen. „Auf dem Zettel war zwar eine Anschrift in Parchim angegeben, aber die stellte sich schon als falsch heraus“, sagt er.

Bei der Polizei ist der Fall der bislang einzige, der angezeigt wurde. Doch der Revierleiter vermutet, dass die Dunkelziffer höher ist und der junger Mann nicht nur in dem Sternberger Wohngebiet unterwegs ist. Uwe Mathews empfiehlt, dass sich Bürger grundsätzlich auf keine Haustürgeschäfte einlassen und an der Haustür auch keine Unterschriften geben sollten. „Einige Werber bitten ja um eine Unterschrift, die nur bestätigen soll, dass er den Betreffenden aufgesucht hat. Auch dann sollte nicht unterschrieben werden“, so Mathews.

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