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Premiere in Ludwigslust : Vorhang auf für Frauenfilmwoche

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Eine Filmpremiere in Ludwigslust, das kommt nicht allzu oft vor. Umso mehr ist die erste Frauenfilmwoche in der Lindenstadt vom 3. bis 6. Mai im Luna Filmtheater in der Kanalstraße 13 zu beachten.

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erstellt am 27.Apr.2011 | 12:06 Uhr

Eine Filmpremiere in Ludwigslust, das kommt nicht allzu oft vor. Umso mehr ist die erste Frauenfilmwoche in der Lindenstadt vom 3. bis 6. Mai im Luna Filmtheater in der Kanalstraße 13 zu beachten. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Heidrun Dräger, und ihre Mitstreiterin im Rathaus, Monika Schäfer, haben diese Filmtage ins Leben gerufen. Sie möchten damit auch, jedoch nicht strikt, für die Rechte von Frauen im 21. Jahrhundert eintreten. Ein Aktionsbündnis der beiden Fürsprecherinnen, das die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung, Dr. Margret Seemann, mit einer finanziellen Förderung bedachte.

"Im benachbarten Boizenburg wurde eine solche Filmwoche im vergangenen Jahr von uns als Versuchsballon gestartet", erinnern sich die beiden hauptberuflichen Frauenbeauftragten an diesen Erfolg. Die Stellung der Frau in der Gesellschaft bedürfe immer noch der Klarstellung, Aufklärung und des Strebens nach Wertschätzung und Gleichstellung, kommt es unisono von den Organisatorinnen der Frauenfilmwoche. Die Bezeichnung Hausfrau sei immer noch mit einem unterschwelligen Makel behaftet, obgleich dieser Job, müsste er entlohnt werden, einen Spitzenverdienst ausweisen müsste, argumentiert Heidrun Dräger.

Gleichstellungsbeauftragte wohl auch weiterhin notwendig

Im Berufsleben stehen Führungspositionen immer noch nicht im ausgewogenen Maße Frauen zur Verfügung. "Ganz im Gegenteil", so die Meinung von Monika Schäfer, "je attraktiver oder verantwortungsvoller eine Stellung in einer Berufsgruppe ist, desto weniger sind dort Frauen anzutreffen - ungeachtet der Voraussetzungen oder der Qualifikation." Deshalb werden Gleichstellungsbeauftragte wie Schäfer und Dräger wohl auch zukünftig noch lange Zeit notwendig bleiben.

Filme, Termine, Vorverkauf: Bevor die Filme jeweils über die Leinwand des Luna-Filmtheaters flimmern, wird dem Publikum eine kurze Information zum Inhalt gegeben. Durch die finanzielle Förderung können Eintrittskarten für 3 Euro/Einzelkarte abgegeben werden. Der Kartenvorverkauf des begrenzten Kontingents wird über die Ludwigslust-Info in der Schloßstraße 36, Telefon: 03874- 526 251 angeboten.

Die Päpstin (3. Mai, 148 Minuten, frei ab 12 Jahre): Ein Film voll von bewegenden Eindrücken aus einer Zeit, als Frauen mit ihren Reizen und ihrer Arbeitskraft in allen gesellschaftlichen Stellungen fast ausschließlich als Dienerinnen benutzt wurden. Als Frau im neunten Jahrhundert scheint das Leben der Johanna vorherbestimmt. Doch das Mädchen beugt sich nicht der Vorherbestimmung und lernt Lesen und Schreiben, flieht als Mann verkleidet in das Kloster Fulda.

Wüstenblume (5. Mai, 120 Minuten, frei ab 12 Jahre): Die 13-jährige Waris soll an einen viel älteren Mann verheiratet werden. Um diesem Schicksal zu entrinnen, macht sie sich auf einen lebensgefährlichen Weg durch die Wüste und kommt doch schließlich in Mogadischu an, wo sie Unterschlupf bei ihrer Großmutter findet.

Die Friseuse (6. Mai, 108 Minuten, ohne Altersangabe): Ihre DDR gibt es nicht mehr. Ihr Mann, ihr Job, ihr Haus im Grünen sind auch weg. Die arbeitslose Friseuse Kathi König will arbeiten, doch man lässt sie nicht. Eine sicher geglaubte Stelle bleibt ihr als Frau verwehrt. Denn Kathi ist dick, sehr dick. Es beginnt ein Kampf gegen Behörden, Banken und Berater, wobei auch wieder neue Freundschaften entstehen.

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