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Hansa Rostock : Von Zweckoptimismus und Durchhalteparolen

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Bis zur 50. Minute schnupperte der FC Hansa vergangenen Freitag Siegerluft. Doch dann brach im Duell mit dem FC Ingolstadt das Unheil über die Ostseestädter herein: Ein Eigentor von Stephan Gusche brachte das 1:1.

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erstellt am 27.Feb.2012 | 11:27 Uhr

Bis zur 50. Minute schnupperte der FC Hansa vergangenen Freitag am dritten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga. Doch dann brach im Duell mit dem FC Ingolstadt das Unheil über die Ostseestädter herein. Ein Eigentor von Stephan Gusche brachte das 1:1. Ein perfekt vorgetragener Konter führte zum 1:2. Während die Gäste feierten, kassierten die Rostocker in ihren Bemühungen um den Klassenerhalt den nächsten Nackenschlag. „Ob es einer war, wird man in den nächsten Spielen sehen“, sagte Rostocks Schlussmann Kevin Müller.


Die meisten Rostocker übten sich in Zweckoptimismus oder gaben Durchhalteparolen zum Besten. „Wir werden wieder aufstehen und müssen versuchen, irgendwo zu punkten, wo keiner damit rechnet“, erklärte Trainer Wolfgang Wolf. Chancen gibt es dafür in den verbleibenden Partien genug. Bis auf Paderborn geht es für den FCH unter anderem noch gegen sieben der acht Erstplatzierten.


„Wir müssen uns den Mund abputzen und die Punkte woanders holen. Es wäre verkehrt, wenn wir uns jetzt hängen lassen würden“, so Kapitän Sebastian Pelzer, der vor allem den Möglichkeiten nachtrauerte: „Wenn man seine Chancen nicht nutzt, ist es eben im Fußball oft so, dass man dafür Gegentreffer kassiert. Vor allem wie sie bei uns zustande kommen, ist natürlich sehr bitter.“


Mittelfeldmann Tobias Jänicke wollte die elfte Saisonschlappe nicht als Genickbruch gelten lassen. Auch dass Ingolstadt ein Schicksalsgegner sei, daran glaubte der 22-Jährige nicht. Immerhin schossen die Bayern den FCH in der Abstiegsrelegation 2010 in die 3. Liga. „Vor zwei Jahren war Schluss. Jetzt haben wir noch elf Möglichkeiten, um den Hals aus der Schlinge ziehen zu können“, erklärte „Tobi“. Für ihn waren es nur Nuancen, die fehlten. Aber Jänicke gestand auch ein: „Es gelingt uns einfach nicht, die Kleinigkeiten, die uns schon viele Punkte kosteten, abzustellen.“


Klartext sprach Kevin Müller. „Ich hoffe, dass jetzt alle realisiert haben, worum es geht. Wir stehen richtig tief unten drin, müssen jetzt die Arschbacken zusammenkneifen und uns selbst herausziehen. Helfen wird uns keiner. Es wird in keinem Fall einfacher. Wir stehen mit dem Arsch an der Wand und müssen jetzt gucken, dass wir Punkte holen. Da ist es auch egal, ob der Gegner Braunschweig, Eintracht Frankfurt oder Düsseldorf heißt.“

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