Vom Nachtangeln in Herrenburg frontal gegen Baum

Die Feuerwehr befreite den schwer eingeklemmten Fahrer mittels Hydraulikschere und Spreizer  aus dem völlig deformierten Pkw. Foto: Christian Nimtz
Die Feuerwehr befreite den schwer eingeklemmten Fahrer mittels Hydraulikschere und Spreizer aus dem völlig deformierten Pkw. Foto: Christian Nimtz

von
01. Juni 2008, 08:07 Uhr

Schlagbrügge – Zwei junge Männer im Alter von 20 und 19 Jahren waren nach einer langen Angelnacht in Herrenburg auf dem Rückweg nach Hause, doch die Fahrt endete kurz vor dem Ziel mit einem verheerenden Unfall: Die beiden Ratzeburger überlebten am Sonntagmorgen den Aufprall bei einem heftigen Unfall kurz vor der Ortschaft Schlagbrügge zuerst nur durch Glück. Der 20-jährige Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt, sein 19-jähriger Beifahrer blieb leichtverletzt.

Trotz geraden Straßenverlaufs gegen Baum
Die Landesstraße 1 zwischen Schönberg und Schlagbrügge verlief schnurgerade, vielleicht war der noch junge Fahrer jedoch nach der langen Nachtangeltour gegen 05.10 Uhr einfach kurz am Steuer eingeschlafen. „Der dunkelgrüne Mitsubishi Colt kam kurz hinter dem Abzweiger Groß Molzahn nach links von der Fahrbahn ab und raste dort offenbar ungebremst und mit hoher Wucht frontal mit der Fahrerseite gegen einen Baum“, berichtet ein Polizeibeamter vor Ort.

Der Mitsubishi prallte vom dicken Alleebaum ab und kam anschließend mitten auf der Fahrbahn zum stehen. Obwohl der Wagen insbesondere an der linken Frontseite völlig zerdrückt wurde, gelang es den Beifahrer selbstständig den Notruf abzusetzen und das Unfallauto zu verlassen.

Mit Hydraulikschere aus Auto geschnitten
„Dass insbesondere der Fahrer, hinter dessen Lenkrad kaum mehr Platz war, diesen Crash überleben konnte, grenzt für uns an ein Wunder“, resümiert ein Beamter vor Ort. Die beiden alarmierten Freiwilligen Feuerwehren Schlagsdorf und Groß Molzahn übernahmen zunächst die Versorgung der Verletzten. Anschließend wurde damit begonnen den schwer eingeklemmten Fahrer mittels Hydraulikschere und Spreizer aus dem völlig deformierten Pkw zu befreien. „Als wir die Fahrertür entfernt hatten, stellte sich heraus das die Beine des junge Fahrers extrem eingeklemmt waren“, sagte Zugführer Volker Urban.

Weitere Feuerwehr bei Rettung notwendig
„Weil wir nicht über hydraulische Rettungszylinder verfügen haben wir die Freiwillige Feuerwehr Ziethen um 05:40 Uhr zur Unterstützung angefordert“. Aber nicht nur die Feuerwehr wurde vom Kreis Herzogtum Lauenburg aus unterstützt, auch der Ratzburger Notarzt und eine Rettungswagenbesatzung aus der Inselstadt unterstützte den Schönberger Rettungsdienst vor Ort.

Nach zwei Stunden in Lübecker Klinik geflogen
Nach einer kurzen Behandlung vor Ort wurde der 19-jährige Beifahrer in das DRK Krankenhaus nach Ratzeburg gebracht. Der 20-jährige Fahrer war erst nach fast zwei Stunden aus seiner misslichen Lage befreit. „Er wurde mit einem Intensivhubschrauber aus Rostock in einem sehr kritischen Zustand, akute Lebensgefahr in die Universitätsklinik Lübeck geflogen“ berichtet ein Polizeibeamter. Die Polizei sperrte die Landesstraße 1 zwischen dem Abzweiger Groß Molzahn und Schlagbrügge für die Rettungs- und Bergungsarbeiten komplett.

Ein Sachverständiger der DEKRA war ebenfalls vor Ort, um die umfangreichen Spuren zu sichern. Der Wagen wurde anschließend sichergestellt. Die Strecke blieb für den Verkehr für insgesamt vier Stunden voll gesperrt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen