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Kampagnenstart bei Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH : Vom Feld direkt in die Verarbeitung

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Die Verarbeitungskampagne ist in der Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH abgelaufen. Vom Feld rollen die Knollen derzeit gleich in die Verarbeitung.

svz.de von
erstellt am 30.Jul.2011 | 03:58 Uhr

Die Verarbeitungskampagne ist in der Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH abgelaufen. Vom Feld rollen die Knollen derzeit gleich in die Verarbeitung. Das Unternehmen unterhält mit rund 200 Landwirten aus Mecklenburg und Niedersachsen vertragliche Beziehungen, die insgesamt rund 90 Prozent der Kartoffel-Liefermenge für das Unternehmen bereitstellen.

In dieser Woche sind die Anlagen im Hagenower Veredlungsunternehmen nach einer dreieinhalbwöchigen Sommerpause wieder angelaufen. Für den Produktionsstart benötigen die Kartoffelveredler frische Ware, die jetzt täglich anrollt. "Wir planen in der neuen Kampagne 140 000 bis 150 000 Tonnen Kartoffeln zu verarbeiten, und wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr bessere Kartoffeln bekommen, als vor einem Jahr", erläuterte Burkhard Müller, Geschäftsführer für Produktion und Technik gestern im Gespräch mit SVZ.

Denn das vergangene Jahr lief nicht so gut, es war kostenintensiver, weil die Effektivität der Produktion durch die kleinen Kartoffeln eben nicht so gegeben war. Zudem wirkten sich die allgemein steigenden Preise nicht gerade positiv auf die Entwicklung des Unternehmens aus.

Der Geschäftsführer schätzt aus heutiger Sicht ein, dass die Landwirte in diesem Jahr eine durchschnittliche bis gute Kartoffelernte einfahren werden, die sich dann auch gut verarbeiten lässt. Dabei sind die Sorten Karlena, Saturna, Fasan und Eldena die Hauptsorten, die für die Verarbeitung hervorragend geeignet sind.

Ende August beginnt in Hagenow die Einlagerung der Kartoffeln

Die Kartoffeln, die in Hagenow verarbeitet werden, müssen nach den Worten von Burkhard Müller fest kochend bis leicht mehlig sein. Außerdem sollten sie einen mittleren Stärkewert haben.

Ende August beginnen die Kartoffelveredler mit der Einlagerung. Insgesamt können rund 20 000 Tonnen eingelagert werden. Jetzt liefern die Landwirte von morgens bis abends täglich insgesamt bis zu 500 Tonnen frisch gerodete Kartoffeln an, die auch sofort in die Verarbeitung gehen, eine genaue Terminabsprache ist dafür unerlässlich, um an der Rampe kein Durcheinander aufkommen zu lassen.

Etwa 250 Mitarbeiter arbeiten im Unternehmen im rollenden Drei-Schicht-System. "Kartoffelpüree-Flocken sind das Ausgangsprodukt, aus dem dann diverse Mischprodukte hergestellt werden. Ein weiteres Ausgangsprodukt sind getrocknete Kartoffelwürfel, die für Knödel und ähnliches verarbeitet werden", macht der Geschäftsführer deutlich.

Abgefüllt werden die Erzeugnisse in Haushaltspackungen ebenso wie in großen 1000 Kilogramm-Bigbags. Weiterverarbeiter holen sich das Ausgangsprodukt auch mit Tankwagen tonnenweise in Hagenow ab. Das Unternehmen ist stark exportorientiert und liefert die Erzeugnisse von Europa bis Japan an Endverbraucher und Weiterverarbeiter. Ein Schwerpunkt für die Zukunft ist zudem Frankreich, Spanien und Osteuropa.

Das neue Heizkraftwerk, das seit März 2009 in Betrieb ist, liefert nach den Worten von Müller zuverlässig Prozessdampf und Strom für die Verarbeitung.

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