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Der Bikini wird 65 und macht noch immer eine gute Figur : Vier Dreiecke im Sommer

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Work-out, Joghurt-Diät oder FDH: Auch wenn das winzige Stück Stoff so manches Opfer fordert, ist die Liebe zu dem Zweiteiler ungebrochen. Der Bikini feiert in diesem Jahr sein 65-jähriges Bestehen.

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erstellt am 05.Jul.2011 | 10:10 Uhr

Paris | Work-out, Joghurt-Diät oder FDH: Wie bekommt man die perfekte Bikini-Figur? Wenn der Sommer naht und die Temperaturen steigen, haben Ernährungstipps, Gymnastikkurse und Diätprogramme Hochkonjunktur. Auch wenn das winzige Stück Stoff so manches Opfer fordert, ist die Liebe zu dem Zweiteiler ungebrochen. Der Bikini feiert in diesem Jahr sein 65-jähriges Bestehen und macht dabei eine gute Figur: Er ist nach wie vor das beliebteste Bademodell.

Monokini, Trikini, Tankini, Mixkini: Den Zweiteiler gibt es in allen Formen, Farben und Varianten. In diesem Jahr geht der Winzling sogar als maßgeschneidertes Computer-Kleidungsstück in die Modegeschichte ein. Statt in die Umkleidekabine zum Probieren, geht die Kundin in den Scanner. Mit den dort genommenen Maßen berechnet der Computer den idealen Schnitt. Das Ergebnis: Ein Bikini, der aus tausenden unterschiedlich großen Nylon-Plättchen besteht, die sich den Körperrundungen anpassen.

Den Zweiteiler trugen schon römische Schönheiten. Doch die eigentliche Geburtsstunde schlägt erst am 5. Juli 1946 im Pariser Nobelbad "Molitor", als Modeschöpfer Louis Réard das Revuegirl Micheline Bernadini mit nichts als den vier Dreiecken am Körper über den Laufsteg schickte. Das Stück Stoff schlug ein wie die Bombe auf dem Bikini-Atoll. Der Name des knapp geschnittenen Badeanzugs bezieht sich tatsächlich auf die wenige Tage zuvor durchgeführten Atombombenversuche der Amerikaner auf den Pazifikinseln. Der "Stofffetzen mit Schnüren" löste eine ähnliche Empörung aus wie die Tests. Der Bikini galt lange als skandalös und wurde in vielen Badeorten verboten. Erst die sexuelle Revolution in den 60-ern brachte ihn wieder zum Leben. Mit Ursula Andress wurde der Bikini im Bondfilm "Dr. No" populär, und 1966 machte Paco Rabanne mit seinen Plastikmodellen den Winzling salonfähig. Dennoch hieß es auch noch 1968 in manchem Schwimmbad: "Das Tragen der so genannten Bikini-Badeanzüge ist verboten!" Mal mit mehr, mal mit weniger Stoff: Der Zweiteiler ist heute aus keiner Sommersaison mehr wegzudenken.

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