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26. September 2017 | 00:33 Uhr

Vielfalt und Marke Eigenbau

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erstellt am 06.Jun.2010 | 05:00 Uhr

Güstrow | Heiko Dankert aus Parum bei Wittenberge kommt von der alljährlichen Ausfahrt mit seinem Motorrad auf den Campingplatz gefahren und schon wird er von MZ-Freunden umlagert. "Seine Maschine ist extravagant", sagt Erhard Wünschmann und geht um das besondere Motorrad herum. Dankert wird von seinen Bekannten auf dem Platz nur noch "Mister Ecktank" genannt. Der Grund: Er hat seiner Maschine einen neuen Tank verpasst. "Ich habe dafür Bleche auseinander geschnitten und wieder zusammen geschweißt", erklärt der 31-Jährige. Damit sein Fahrzeug noch "schnittiger" aussieht, hat er dazu den Rahmen verkürzt. "Jetzt ist das Motorrad eine MZ TS 250 SF. Das SF steht für Street Fighter", sagt der Softwaretechniker und lacht. Er gehörte von Freitag bis gestern zu den zahlreichen Liebhabern der Marke MZ, die zum zehnten MZ-Treffen des Motorsportvereins Güstrow kamen.

Auch Eckehard Klevezoll aus Rostock hat sein Motorrad verschönert. Hinter seinem Zweirad rollt ein Anhänger in Form eines MZ-Tanks. Damit erreichte er den zweiten Platz in der Wahl um das schönste Motorrad. Den ersten Platz erhielt Gunnar Burghardt aus Zarrentin mit einem olivgrünen Modell, 1965.

"MZ-Freunde sind eine Gemeinschaft, die einfach gerne bastelt", erzählt André Axmann vom Güstrower Verein. Vielfalt und Marke Eigenbau seien dabei etwas ganz Wesentliches. Schon zu DDR-Zeiten sei es so gewesen, dass man aus der Not heraus vieles selbst erledigte. So passiert es auch, dass Teilnehmer des Treffens kurzerhand ihr Motorrad reparieren. So wie Klaus Becker aus Boienhagen. "Mein Reifen war platt. Mit dem Bordwerkzeug kann man das ganze Motorrad reparieren", sagt er und schraubt weiter.

Höhepunkt war die Ausfahrt. "Das ist die Seele eines jeden Treffens", sagt Axmann. In diesem Jahr fuhr die Kolonne über Matgendorf nach Teterow, hielt bei der Feuerwehr in Langhagen zum Mittag und besuchte das Oldtimertreffen in Krakow am See. 107 Motorräder waren dabei, darunter auch Gäste aus Luxemburg und Finnland.

"Vor zehn Jahren haben wir mit zehn Fahrzeugen angefangen, die bei einer Orientierungsfahrt mitmachten", erinnert sich Volker Klewinghaus, Vorsitzender des Motorsportvereins in Güs trow. Sie war ein sportlicher Wettkampf zwischen den Teilnehmern. Sie fuhren eine Strecke, die auf einer Karte festgelegt war und lösten an verschiedenen Stationen Aufgaben. Seit 2005 veranstalten die MZ-Freunde eine geführte Ausfahrt. Das mache mehr Spaß, sagt Klewinghaus.

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