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Verwahrlosten Hund in Tonne gesteckt

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erstellt am 05.Aug.2010 | 06:09 Uhr

Roggendorf | Auch wenn die kleine Yorkshire-Dame freudig wedelnd umherläuft, ist ihr Anblick wirklich traurig. In langen verfilzten Strähnen hängen die Haare an ihrem kleinen Körper herunter, die nach den etlichen Floh-Bissen noch nicht ausgefallen sind. Der Hund, dessen Artgenossen man sonst mit Schleifchen im Haar auf dem Sofa einer älteren Dame kennt, ist völlig verwahrlost, herunter gekommen.

In diesem Zustand und dazu eingesperrt in eine Tonne für Schweißzubehör, wurde das Tier am Mittwochmorgen vor einer Hundepension in Klein Wolde bei Wittenburg abgestellt. Eine Plexiglasplatte war als durchsichtiger Deckel mit Draht darauf befestigt. Glück für den Hund, dass er von den dortigen Bewohnern schnell entdeckt wurde. Das denkt sich auch Roggendorfs Tierheimleiterin Annette Herbing, die sich jetzt um das verwahrloste Tier kümmert. "Sie hat jetzt schon ein Mittel gegen die Flöhe bekommen. Da sind bis zu 20 Stück auf einer kleinen Fläche", sagt Herbing. "Dann werden wir uns um das Fell kümmern, und wenn die Flöhe und damit der Juckreiz weg sind, wächst das Fell nach und sie wird ein ganz hübscher Hund", ist sich die Tierheimleiterin sicher. Sie merkt aber an, dass sich in der letzten Zeit Fälle häufen, dass Tiere in sehr verwahrlostem Zustand gefunden oder ins Tierheim gebracht werden. Dass Hunde nur noch aus verfilzten Fellklumpen bestehen oder von Flöhen zerbissen werden, sei eigentlich eher die Ausnahme und erschreckt die Fachfrau in solch zunehmendem Maße. Wer sich dafür interessiert, einem Tier, das vielleicht keine schöne Vergangenheit hatte, ein neues Zuhause zu geben, der kann sich im Tierheim telefonisch unter 038876/ 31863 informieren.

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