Versprechen gehalten

Besucherdelegation in der Zerlegerei des Fleischwerkes. Foto: Pohle/Archiv
Besucherdelegation in der Zerlegerei des Fleischwerkes. Foto: Pohle/Archiv

Noch nicht einmal zwei Jahre nach der Eröffnung des Edeka-Fleischwerkes hat die Geschäftsführung eine überzeugende Bilanz ihrer Beschäftigungspolitik vorgelegt. Es gibt deutlich mehr Arbeitskräfte als damals versprochen und 80 Prozent der Belegschaft kommt aus Mecklenburg-Vorpommern.

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20. August 2008, 06:59 Uhr

Valluhn - Besuchergruppen ist man im Fleischwerk, das offiziell Frischezentrum heißt, nicht nur gewöhnt, sie sind willkommen. Und Geschäftsführer Rolf Heidenberger wird nicht müde, die Erfolgsgeschichte seines Unternehmens unter dem Dach des Einzelhandelsriesen Edeka zu erzählen. „Gut 100 neue Arbeitsplätze hatten wir auch dem Land als Geber der Fördermittel versprochen.

Inzwischen gibt es mehr als 200 neue Arbeitsplätze hier, unsere Belegschaft liegt bei 350 Menschen. Und ich bin stolz darauf, dass 80 Prozent aus Mecklenburg kommen. Auch da haben wir Wort gehalten.“ SPD-Bundestagsabegordneter Hans-Joachim Hacker gehörte zu denen, die die Erfolgsgeschichte des Fleischwerkes zu hören bekamen. Gastgeber Heidenberger verschwieg bei allem Lob aber auch die Probleme bei Anlauf und Betrieb der modernen Anlage nicht. Ausgelegt ist das Werk in seiner derzeitigen Größe für bis zu 450 Mitarbeiter. Zusammen mit der seit wenigen Monaten benachbarten Logistiksparte wird die Zahl der Mitarbeiter im Megapark Valluhn/Gallin bis Jahresende auf mehr als 650 steigen.

Gemeinsames Problem aller Firmen ist der ins Wanken geratene Zeitplan für die vollständige Autobahnanbindung.
Es geht um den Bau einer Brücke über die A 24 und den Anschluss in Fahrtrichtung Hamburg. Hier steht vor allem das Land im Wort, das den Bau dieser Verbindung bis 2009 versprochen hat. Dieser Termin ist schon jetzt nicht mehr zu halten.

Nun wollen die Unternehmen gemeinsam mit der Politik und dem Landkreis verhindern, dass die Brücke erst 2011 oder später kommt. Geschäftsführer Rolf Heidenberger will als Wirtschaftsbotschafter des Landkreises, zu dem er vor Jahren ernannt wurde, tätig werden und helfen, die Probleme beim Grundstückskauf zu lösen. „Ich werde mit den Eigentümern sprechen und ihnen erklären, wie wichtig diese Anbindung für die Unternehmen und die Menschen in der Region ist. Denn jeder Tag kostet uns alle durch die Umwege, die wir fahren müssen, sehr viel Geld.“

Parallel will Hacker als Bundestagsabgeordneter seine Möglichkeiten nutzen, das Bauprojekt zu beschleunigen. Vor allem der Landkreis soll schon jetzt prüfen, welche Probleme es im Umweltbereich geben könnte. Hacker gegenüber SVZ: „Ziel ist es, dass wir im beschleunigten Verfahren bleiben und so zügig bauen können. Ich bin da optimistisch, weil wir überall positive Signale haben.“

Realistisch wäre dann eine Inbetriebnahme in 2010. Bezahlen muss das Millionenprojekt übrigens der für das Gebiet zuständige Planungsverband, der auf Grundstücksverkäufe aber auch auf Fördermittel zur Finanzierung setzt.

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