Verrückte (Not-)Landungen

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18. August 2008, 06:54 Uhr

Kleinflugzeug in Hochspannungsleitung - Ehepaar gerettet
Durach - In einer dramatischen Rettungsaktion ist am Sonntag ein bayerisches Ehepaar aus einem Sportflugzeug geborgen worden, das in einer Hochspannungsleitung hängen geblieben war. Die einmotorige Propellermaschine war beim Landeanflug auf den Flugplatz Durach (Bayern) mit der Stromleitung kollidiert. Mehr als zwei Stunden hingen der Pilot und seine Frau kopfüber in ihren Gurten in rund 20 Metern Höhe. Sie wurden schließlich erst nach knapp drei Stunden mit einer hydraulischen Hebebühne von Bergführern der Polizei und Höhenrettern der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Die beiden aus dem Allgäu stammenden Eheleute wurden nicht verletzt, aber vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Das Flugzeug wurde mit einem 130 Tonnen schweren Autokran aus der Hochspannungsleitung gehoben. Das Elektrizitätswerk hatte den Strom zuvor abgeschaltet. Nach Polizeiangaben war der Pilot mit seiner Begleiterin im Landeanflug auf den Flugplatz Durach, als das Fahrwerk seines Sportflugzeugs die Überlandleitung berührte. Dabei verfing sich das rechte Rad und brachte das Sportflugzeug zum Kippen. Das Flugzeug pendelte hin und her, der psychische Zustand der beiden Insassen, die mit der Polizei in Funkkontakt standen, verschlechterte sich. Eine Rettung per Hubschrauber war nach Polizeiangaben nicht möglich, da das instabile Flugzeug wegen des starken Luftzuges der Rotorblätter nach unten zu stürzen drohte.

Propellermaschine landet für Pinkelpause auf Militärflugplatz
Leck - Für eine Pinkelpause ist ein Trio mit einer Propellermaschine auf dem früheren Militärflugplatz in Leck in Nordfriesland gelandet. Eine Militärstreife habe beobachtet, wie die Männer nach der Landung ausstiegen, um am Rand des Rollfeldes zu urinieren, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Trotz möglicherweise starken Drucks auf der Blase habe es sich nicht um eine „echte Notlandung“ gehandelt, hieß es. Das Flugplatzgelände sei immer noch ein militärischer Sicherheitsbereich. Auf den Piloten kommt nun ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Luftverkehrsbestimmungen zu.

Ex-Luftwaffenpilot nahe seines früheren Angriffsziels notgelandet
Ein früherer deutscher Luftwaffenpilot hat eine Notlandung nahe der britischen Stadt, die er im Zweiten Weltkrieg bombardiert hatte, glimpflich überstanden. Der 88-Jährige saß mit einem Verwandten der damaligen Angriffsopfer in einer einmotorigen Maschine, als bei Bath im Südwesten Englands der Motor ausfiel, wie britische Medien am Freitag berichteten. Von den zahlreichen Luftangriffen, die der Deutsche damals auf England geflogen hatte, galten drei Operationen dieser Stadt in der Grafschaft Somerset.

Der 88-Jährige war bereits im Frühjahr nach Bath gekommen, um sich für seine Rolle bei den Bombenangriffen zu entschuldigen. Den Flug, bei dem er nicht am Steuer saß, unternahm er mit einem 61-jährigen Engländer, der die Entschuldigungsrede damals organisiert hatte. „Er war total entspannt und hat mich anschließend in den Arm genommen“, beschrieb der 61-Jährige die Reaktionen des Deutschen nach der Notlandung, bei dem auch die beiden anderen Insassen mit dem Schrecken davonkamen. Während des Krieges war der Luftwaffenpilot neunmal abgeschossen worden.

Ultraleichtflugzeug landet auf Usedom im Maisfeld
Katschow/Anklam - Ein Ultraleichtflugzeug ist auf der Insel Usedom am Samstag auf einem Maisfeld notgelandet. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war der Pilot wegen eines technischen Defekts zu der ungewöhnlichen Landung in der Nähe von Katschow gezwungen. Der Mann, der allein an Bord war, blieb unverletzt. Am Flugzeug entstand Sachschaden, die Höhe sei nicht bekannt.

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