Bauabnahme nach Erneuerung der Landesstraße 91 : Verkehr rollt bei Demen und Kobande

Bürgermeister Thomas Schwarz (2.v.l.) und Cornelia Theiß vom Straßenbauamt Schwerin sind zufrieden mit den Arbeiten zur  Sanierung der L 91 bei Kobande. Schüttpelz
Bürgermeister Thomas Schwarz (2.v.l.) und Cornelia Theiß vom Straßenbauamt Schwerin sind zufrieden mit den Arbeiten zur Sanierung der L 91 bei Kobande. Schüttpelz

Bauabnahme auf der Landesstraße 91: Insgesamt kostet die Erneuerung des 6,5 Kilometer langen Straßenabschnitts 2,2 Millionen Euro. Die Gemeinde Demen trägt rund 170 000 Euro.

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09. November 2010, 11:51 Uhr

Am Torhaus nahe der Rönkendorfer Mühle an der Kreuzung der L 91 mit der Brüeler Chaussee treffen sich Cornelia Theiß vom Straßenbauamt Schwerin, Demens Bürgermeister Thomas Schwarz, Bauleiter Martin Schmidt und Polier Bernd Sabotka von der Baufirma Strabag, Planer Ulf Leirich und weitere Experten. Meter für Meter schreiten sie die neu gebaute Straße von der L 09 durch Kobande bis nach Demen ab und machen noch einen kleinen Abstecher zum Ziolkowskiring. Gut 6,5 Kilometer lang ist die Strecke, die sie unter die Lupe nehmen. Jede der mehr als 60 Auf- und Einfahrten wird geprüft, jede Bushaltestelle, die Leitpfosten, die Bankette. Die Fachleute wissen genau, wo rauf sie achten müssen, kratzen in Fugen, messen Abstände nach.

"Wir sind zufrieden, die Baufirma hat sehr gut gearbeitet", fasst Cornelia Theiß zusammen. Es gäbe allerdings noch eine Reihe von kleineren Restarbeiten, die vor der Übergabe noch zu erledigen seien. "Kein Problem, das wissen wir selbst und schaffen auch alles noch in dieser Woche", sichert Bauleiter Schmidt zu. Die Beschilderung muss noch vervollständigt werden, die Fahrbahnmarkierungen aufgetragen, der Fugensand an den gepflasterten Bushaltestellen eingefegt und an einigen Stellen die Bankette nachgebessert werden.

Auch Bürgermeister Schwarz ist zuversichtlich, dass bis zur feierlichen Übergabe der erneuerten Straße am Sonnabend durch Verkehrsminister Volker Schlotmann alles fertig sein wird. "Dies war die letzte große Infrastruktur-Baumaßnahme in unserer Gemeinde und sie ist gut gelaufen", sagt Schwarz. Besonders freue er sich, dass die Fahrbahn um gut einen halben Meter auf jetzt sechs Meter verbreitert wurde, was gewiss zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen werde und dass alle Bushaltestellen nun sogar behindertengerecht ausgebaut wurden. "Dafür habe ich von den Busfahrern schon viele anerkennende Worte gehört", berichtet der Bürgermeister. Und auch er lobt ausdrücklich die gute Arbeit der Straßenbaufirma, vor allem ihren flexiblen und kooperativen Umgang mit den Anliegern und der Gemeinde.

Bauleiter Schmidt freut sich über das gute Zeugnis für Strabag und berichtet, dass die Anwohner sehr einsichtig gewesen seien und den Bauarbeitern das Leben nicht zusätzlich erschwert hätten. "Ärgerlich war allerdings, dass relativ viele Verkehrsteilnehmer die ausgeschilderten Sperrungen ignoriert und die Straße für den Durchgangsverkehr genutzt hätten, wodurch nicht nur die Arbeiten behindert worden, sondern auch Gefährdungen aufgetreten seien. Dabei sei die ausgeschilderte Umleitung nur unwesentlich länger gewesen.

Insgesamt betrachtet habe sich die Umleitungsstrecke aber bewährt und wurde viel genutzt, berichtet Schwarz. Dank präziser Beschilderung hätten sich die Ängste einiger Anlieger in Venzkow vor Schwerlastverkehr und Raserei aber als unbegründet erwiesen. Allerdings befinde sich die Straße zwischen Demen und Venzkow nach dem intensiven Verkehr jetzt in sehr schlechtem Zustand. "Das muss repariert werden."

"Selbstverständlich wird die Umleitungsstrecke von uns wieder in Ordnung gebracht", sichert Theiß dem Bürgermeister zu. Dies sei für Ende des Monats geplant, wenn der Verkehr uneingeschränkt über die frisch sanierte L 91 rolle. "Für eine rasche und nachhaltige Reparatur der Ortsverbindungsstraße Venzkow-Demen macht sich jedoch eine Vollsperrung für einige Tage erforderlich", kündigt die Mitarbeiterin des Straßenbauamtes Schwerin an.

Das letzte Element der Baumaßnahme stellen die Ausgleichspflanzungen für die knapp 50 gefällten Alleebäume dar, die für die Verbreiterung der Fahrbahn geopfert werden mussten. Die Mehrzahl der 130 neuen Bäume soll entlang der sanierten Straße gepflanzt werden, allerdings in sinnvollem Abstand zur Fahrbahn, wie Bürgermeister Schwarz betont. Dies wiederum werfe an einigen Abschnitten Probleme auf, weil nicht alle Eigentümer der angrenzenden Ackerflächen bereit seien, dafür einen halben Meter abzugeben.

Insgesamt kostet die Erneuerung des 6,5 Kilometer langen Straßenabschnitts 2,2 Millionen Euro. Die Gemeinde Demen trägt rund 170 000 Euro, sie hatte im Zuge der Bauarbeiten auch den Ziolkowskiring saniert.

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