Verglühte Sternschnuppe am Himmel sorgt für Aufregung

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14. Oktober 2009, 12:39 Uhr

Eine vermutlich verglühte Sternschnuppe hat am Dienstagabend zahlreiche Menschen in Norddeutschland in Aufregung versetzt. Mehrere Augenzeugen meldeten sich bei den Polizeistationen in Hamburg, Niedersachsen und Bremen und berichteten von einem grünlich leuchtenden Objekt am Himmel. Wie ein Sprecher der Bremer Polizei auf ddp-Anfrage sagte, hätten viele der Anrufer aufgeregt erklärt, dass sie gesehen hätten, wie die grünlich schimmernde Kugel zerbröselt und zu Boden gefallen sei.

Die Polizei vermutet, dass es sich bei der Erscheinung um einen Meteorit handelte. Nach Rücksprache mit der Flugsicherung schloss die Polizei einen Flugzeugabsturz als Ursache der Lichterscheinung aus. Streifenwagen fuhren dennoch die von den Anrufern beschriebenen Orte ab.

Nach Angaben des Hobbyastronomen und UFO-Forschers Werner Walter vom „Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene“ in Mannheim handelte es sich bei der Himmelserscheinung um eine Großsternschnuppe, einen sogenannten Boliden, der in der Erdatmosphäre verglühe. Solche Erscheinungen seien höchst selten, sagte er.

Auch bei ihm waren zahlreiche Meldungen aus Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern über eine grün-weiße Lichtkugel von Augenzeugen eingegangen. Die Kugel sei mit einem Lichtschweif „lautlos und sekundenlang vom Himmel“ herabgerast, berichteten die Anrufer.

Die Erscheinung sorgte auch in Teilen Schleswig-Holsteins für Aufregung. Mehrere Anrufer aus Quickborn glaubten, ein brennendes Flugzeug am Himmel zu sehen. Sie sprachen von einem „hellen Lichtstrahl“, wie eine Polizeisprecherin auf ddp-Anfrage sagte. Die Absturzstelle wurde in Quickborn vermutet. Die Flugsicherung gab jedoch Entwarnung.

Nach Angaben der Polizei trat die Himmelserscheinung vor allem im Raum Bremen auf. Dennoch sei sie bis nach Osnabrück und auch im Raum Hamburg zu sehen gewesen.

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