Verfolgungsjagd auf A20 - Polizei stoppt gestohlenen Luxuswagen auf dem Weg nach Polen

Endstation: Die Polizei löste einen Stau auf der A20 aus und konnte dort einen  mutmaßlichen Autoschieber stellen. Foto: Christian Nimtz
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Endstation: Die Polizei löste einen Stau auf der A20 aus und konnte dort einen mutmaßlichen Autoschieber stellen. Foto: Christian Nimtz

Erst vor Wochenfrist klickten die Handschellen bei einem Autodieb in Mecklenburg-Vorpommern, der einen Porsche Cayenne gestohlen hatte und sich eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit der Polizei leistete. Jetzt gelang es der Polizei bei einem länderübergreifenden Einsatz erneut, einen Autodieb festzunehmen.

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27. Oktober 2008, 07:23 Uhr

Nordwestmecklenburg - Bei dem mutmaßlichen Autoschieber handelt es sich um einen 35-jährigen Mann aus Polen. Er war mit einen in Hamburg als gestohlen gemeldeten BMW X5 auf die A1 in Fahrtrichtung Norden unterwegs. Die Polizeibeamten im Kreis Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Lübeck und Mecklenburg-Vorpommern wurden deswegen am Wochenende um Amtshilfe vom Bayerischen Landeskriminalamt gebeten. Von dort aus fahndeten die Beamten bereits nach dem 80 000 Euro teuren BMW X5.

„Auf der A1 sahen Polizeibeamte des Autobahnpolizeireviers Bad Oldesloe das beschriebene Fahrzeug und verfolgten es zunächst unauffällig“, berichtet Manfred Wrobel, Dienstgruppenleiter der Autobahnpolizei Wismar. Der Autodieb bekam davon wie sich später herausstellte nichts mit, und fuhr am Kreuz Lübeck auf die A 20 in Fahrtrichtung Rostock. Sofort forderten die Polizeibeamten weitere Unterstützung aus Lübeck sowie Mecklenburg-Vorpommern an, um den Autodieb zu stellen. „Dieser raste jedoch mit einem Tempo zwischen 180 und 200 km/h über die A 20“, so Wrobel.

Mehrere Streifenwagen verfolgten den Raser weiterhin unauffällig mit. Das Problem: Aufgrund des zahlreichen Reiseverkehrs verloren die Beamte zeitweise den Sichtkontakt zum gesuchten Fahrzeug.

Die Lösung: „Zwei Polizeifahrzeuge verlangsamten zwischen den Anschlussstellen Wismar Mitte und Kreuz Wismar den Verkehr auf nur noch 50 bis 60 km/h und errichteten somit ein ,künstlichen’ Stau“, sagt Manfred Wrobel von der Autobahnpolizei Wismar.

„Als wir die Rückmeldung hatten, dass der schwarze BMW Geländewagen am Stauende angekommen war, wurde das Blaulicht angeschaltet und das gesuchte Fahrzeug umstellt und anschließend auf den Standstreifen abgeleitet“, so Wrobel weiter. Der 35-jährige polnische Staatsbürger hatte keine Chance zu entkommen.

Er folgte den Anweisungen der Polizei und ließ sich widerstandslos von zwei Beamten der Autobahnpolizei Bad Oldesloe festnehmen. Die Handschellen klickten somit erneut in Mecklenburg-Vorpommern – dank einer länderübergreifender Zusammenarbeit der Polizei.

Nach der Personalienfeststellung brachten Beamte den Autodieb zur weiteren Vernehmung nach Wismar. Der als gestohlen gemeldete BMW X5 wurde durch ein Abschleppunternehmen verladen und sichergestellt. Am Einsatz beteiligt waren die Autobahnpolizeistationen Bad Oldesloe, Lübeck, Wismar, Dummersdorf sowie das Polizeirevier Wismar.

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